Hess liefert 25 Doppelgelenk-Trolleybusse nach Nancy in Frankreich. Foto: Hess/MetropolitanServices

O-Busse statt Straßenbahn! Die französische Stadt Nancy hat bei Hess dafür 25 Doppelgelenk-Trolleybusse des Typs Lightram 25 bestellt. Das Konzept ist bewährt und ist bereits in Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich im Einsatz. Das mag für die Entscheider von Metropolitan Services mit ein Grund gewesen sein, sich vom bisher genutzten TVR-System zu trennen. Nach Aussagen der Betreiber gab es mit den spurgeführten Doppelgelenk-Trolleybussen immer wieder Probleme. 

Die neuen 24,5 m langen, doppelgelenkigen und reinelektrischen Busse kommen optisch der Straßenbahn sehr nahe und suggeriert dem Nutzer den bekannten “bus a haut niveau de service”. Die Fahrzeuge von Hess werden wie die Vorgänger von Bombardier auf der rund 11 km langen Linie T1 zum Einsatz kommen, die die Gemeinden Essey, Les, Nancy und Vandoeuvre verbindet und täglich gut 45.000 Reisenden befördert.

Die Entscheidung für den Bus ist primär auch finaziell getrieben: Die Franzosen rechnen mit deutlichen Kosteneinsparungen, für eine Straßenbahnanlage hätte man mit dem Zehnfachen der jetzt investierten 50 Millionen Euro rechnen müssen. Außerdem kann die vorhandene Infrastruktur der Linie T1 genutzt werden, hier wäre nur minimale Umbaumaßnahmen nötig, damit ab 2024 die neuen LightTram-Fahrzeuge zum Einsatz kommen können, wie es seitens Metropolitan Services und den Verantwortlichen Stadtplaner in Nancy heißt.

Technische Details gibt es derzeit offiziell noch nicht, besätigt ist nur, dass die Kapazität im Vergleich zum TVR-System rund zehn Prozent erhöht werde. Die trechnischen Merkmale würden zwischen den Behörden und Betreiber sowie dem Hesteller aktuell festgelegt werden. Fakt ist hingegen das Ende des TVR-Systems im Frühjahr 2023. Dann wird das System außer Dienst gestellt, es beginnt ein Ersatzverkehr mit konventionellen Linienbussen. (Hess/Metropolitan Services/Nancy/PM/Sr)

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