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Doppeldecker sollten nach dem Krieg auch im Ostteil Berlins fahren - hier der letzte Doppeldecker der DDR: Der Do 56.

Doppeldecker sollten nach dem Krieg auch im Ostteil Berlins fahren – hier der letzte Doppeldecker der DDR: Der Do 56.

Not macht erfinderisch: Das hat in den 50er Jahren auch für die Berliner Verkehrsbetriebe im Osten der Stadt gegolten, denn die ließen sich ihre Omnibusse mit dem bauen, was verfügbar war. Und Doppeldedecker sollten aus Imagegründen auch weiterhin im Ostteil der Stadt fahren. Nach einzelnen Fahrzeugumbauten gab es auch zwei Serien-Produktionen: Der Do 56 folgte dem Do 54, der von VEB-Waggonbau in Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben Ost gefertigt wurde. Der Do 56 war der letzte Doppeldeckerbus, der in der DDR neu entwickelt wurde. Wobei, neu ist er eigentlich gar nicht, denn bevor der Do 56 auf die Räder gestellt wurde, gab es ja den Do 54 und einen Prototypen. Nach dem der Versuchsträger auf Zustimmung stieß, wurden 84 Fahrzeuge vom Typ Do 54 beim Volkseigenen Betrieb Waggonbau Bautzen aufgelegt. Auf dem Do 54 basiert auch der Do 56, von dem die Berliner Verkehrsbetriebe Ost insgesamt 105 Fahrzeuge in Dienst stellten. Neben Berlin wurden u.a. auch Magdeburg, Rostock und Stralsund beliefert. Und ein Do 56 wurde sogar verschenkt: Ende der 50er Jahre ging ein Doppeldecker an den damaligen sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow. Der Do 56 basiert, wie auch der Do 54, auf einer Lkw-Basis, dem IFA H6. Die wichtigste Veränderung vom Do 54 zum 56 war das verwendete Material für den Aufbau: Statt eines beblechten Holzaufbaus kam nun überall Stahl zum Einsatz. Ferner konnte man den Nachfolger auch durch die bis in die Seiten gezogenen Frontscheiben vom Do 54 unterscheiden. Mitte der 60er Jahre wurde die offene Heckplattform geschlossen und eine Falttür eingebaut. Bis 1974 waren die Do 56-Doppeldecker im täglichen Einsatz.

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