Krupp O80 Hubertia

Der Krupp O80 Hubertia im Maßstab 1/43 aus der Hachette-Sammelserie. Foto: van Unen

Zur IAA 1951 stellte Krupp ein neues Busfahrgestell vor, den O80. Dabei handelte es sich um eine Niederrahmen-Version des Fernverkehrs-Lastwagen Titan. Als Antrieb kam ein ventilgesteuerter Zweitakt-Diesel zum Einsatz aus dem ebenfalls neuen Motoren-Baukastenprogramm, der aus 3-,4-, oder 5 Zylindereinheiten bestand. Um den Verbot der Siegermächte zu umgehen, keine Dieselmotoren mit mehr als 150 PS herzustellen, koppelte Krupp kurzerhand zwei 3-Zylindermotoren hintereinander, die zusammen die für die damalige Zeit enorme Leistung von 210 PS abgaben. Das Fahrgestell wurde von namhaften Aufbautenhersteller wie Ludewig, von Lienen, Gaubschat und Hubertia mit Reise- oder Überland-Karosserien versehen. Gern wurde der lange Motor mit einer sogenannten „Alligator-Haube“ überbaut, wie auch das von Hubertia aufgebaute Vorbild des Modellbusses aus der Sammelserie von Hechette zeigt. Der große Erfolg blieb aber leider aus: Der Bus war zu schwer und der Zweitakt-Diesel zu anfällig. Nach gerade einmal 54 Einheiten wurde die Produktion des Titan 1953 wieder eingestellt. Wer sich für die Modellbus des Krupp O80 Hubertia aus der Hachette-Sammelserie interessiert, der kann ihn in Deutschland beim Modellbusmarkt Oberammergau bestellen.

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