IXO hat für Hachette den Contrac Cobus 300 aufgelegt. Foto: Schreiber

in der französischen Kiosk-Serie “Autobus et Autocars du Monde” ist jetzt ein Vorfeldbus erschienen, wie Konrad Pernetta vom Modellbusmarkt in Oberammgergau mitteilt. IXO hat für den Hachette-Verlag den Cobus 300 als Modellbus in 43facher Verkleinerung produziert. Auch dieses Modell ist wieder beim Modellbusmarkt in Oberammergau erhältlich. Vorfeldbusse von Cobus sind so etwas wie eine rollende Ikone auf dem Flughafen. Weltweit werden jährlich rund 400 Vorfeldbusse verkauft, mittlerweile drängen immer mehr Anbieter aus dem Reich der Mitte in das Nischengeschäft. Ein gutes Dutzend Hersteller buhlt um die Kunden und bietet unterschiedlichste Lösungen an, um Fluggäste vom Terminal zum Flugzeug zu befördern. Vom einfachen Sattelschlepper über den leicht modifizierten Großserien-Linienbus bis zur individuell maßgeschneiderten Spezialkarosse reicht das Angebot der Vorfeldbusse. Bisher wurden elektrische Vorfeldbusse aufgrund ihrer Kosten und Leistungsfähigkeit abgelehnt. Dies soll sich aber ändern: Cobus bietet generalüberholte Cobusse an, die zum Elektrobus umgebaut wurden. Diese Fahrzeuge seien dann von der Anschaffung vergleichbar mit einem Diesel-Cobus. Aber auch mit Blick auf die Fahrgastkapazitäten denken die Flughäfen neu: Mit dem Airbus A380 verlange man auch nach neuen Vorfeldbussen, hier seien zwei Fahrzeuge mit je 150 Plätzen besser als drei mit 100 heißt es. Die International Air Transport Association (IATA) hat entschieden, dass Vorfeldbusse Platz für vier stehende Fahrgäste pro Quadratmeter haben müssen – das ist aber mit Blick auf das Handgepäck und die Körperfülle nicht unbedingt vertretbar. In der Realität bedeutet das, dass ein Vorfeldbus mit einer potentiellen Kapazität von 100 Personen nur mit 80 an Bord unterwegs ist. Nicht nur aufgrund des Aluminiumgerippes nahmen die Cobus-Vorfeldbusse von Anfang an eine Sonderstellung ein. Innerhalb weniger Jahre nach Markteinführung 1990 erreichten Cobus-Produkte die weltweite Marktführerschaft und verdrängten Neoplan von Platz 1. Die Vorfeld-Riesen werden auf sparsamste Weise produziert: Das patentierte schweizerische Co-Bolt-Verfahren erlaubt eine rationale und kostengünstige Montage mit Hilfe eines modularen Systems, außerdem bietet Caetano in Portugal geschultes Fachpersonal. Der Cobus wird komplett ausgestattet produziert, die Kundenzuordnung im Rahmen der Groß-Serienfertigung erfolgt erst kurz vor Fertigstellung. Cobus setzt auf das Prinzip des Triebkopfes. Der vordere Fahrschemel, der den Motor aufnimmt, ist eine Konstruktion mit Quertraversen und Auslegern für die Befestigung der Karosserie. Motor, Getriebe und Nebenaggregate lassen sich mit einem Hubstapler schnell und bequem ausbauen. Die Aluminiumbauweise garantiert eine lange Lebensdauer, was paradoxerweise den jährlich immer weiter steigenden Absatzzahlen widerspricht, aber mit dem wachsenden Bedarf im Fluggeschäft zu erklären ist. Es gibt aber auch einen Trend, der in eine andere Richtung geht: Emirates hat bei Cobus 15 Fahrzeuge vom Typ 2500 gekauft. Der kleine Vorfeldbus hat eine Inneneinrichtung wie die Kabine der Emirates A380 – mit äußerst komfortablen und luxuriösen Sitzen mit Leder. Natürlich gibt es in diesem Bus auch vergoldete Haltestangen und eine Holzverkleidung. Ganz schön abgehoben, der Markt der Vorfeldbusse!

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