Neu: Der Grazer Elektrobus als Miniaturmodell. Foto: Kubath

Die Modellbusprofis Eberhard Schaa und Robert Kubath haben ein Kunststoffmodell im Maßstab 1/87 des Grazer Elektrobusses entdeckt. Der chinesische Elektrobus der China South Locomotive & Rolling Stock Corporation Limited (CRRC) vom Typ S18 CSR 6180 GSEV1 war als großes Vorbild auf der IAA 2016 in Hannover zu sehen. Der Vertrag zwischen der Holding Graz und der Hungary CRE New Energy Equipment Co. Kft., einer Tochterfirma der chinesischen CRRC sieht vor, dass das Unternehmen der Holding Graz im Zuge eines Pilotprojekts zwei Elektrobusse plus Ladeinfrastruktur für ein Jahr kostenlos zur Verfügung stellt. Der staatseigene Konzern aus China will den europäischen Markt nicht mit Lokomotiven, sondern zunächst mit Elektrobussen erobern und sieht in dieser Vorgehensweise die Möglichkeit, auf die Elektrobusse und den Konzern aufmerksam zu machen. Seitens der Holding Graz werden für dieses Pilotprojekt nur die Kosten für Stromanschlüsse, Strom sowie diverse Umbaumaßnahmen an den Haltestellen übernommen. Die Österreicher sind ganz zuversichtlich, dass der elektrobus problemlos läuft, denn die in Ningbo produzierten fahrzeuge sind bereits in fünf chinesischen Städten erfolgreich im ÖPNV unterwegs. Außerdem stünde ein Konzern mit Erfahrung hinter dem Produkt, welches eigens für Europa auf die Räder gestellt wurde. Qualitativ und technisch wollen die Chinesen auf jeden Fall glänzen: Der Elektromotor besitzt eine Dauerleistung von 150 kW und eine Peakleistung von 250 kW, wie dem technischen Datenblatt zum Bus von CRRC zu entnehmen ist. Gespeichert wird die Energie in Supercaps sowie Lithium-Titanat-Batterien. Der für über fünf Kilometer reichende Energievorrat ist groß genug, um den Elektrobus problemlos auf der ganzen Linie 34E fahren zu lassen. Wichtigster Teil der chinesischen Elektrobusse sind Superkondensatoren mit einer Lebensdauer von über zwölf Jahren. Im Normalfall kann der Kondensator mehr als eine Million Mal aufgeladen werden. Zum weiteren Ausbau der Elektromobilität in Graz laufen Gespräche mit zahlreichen internationalen Anbietern, Projekte zur Integration von multimodaler Mobilität im urbanen Raum wie etwa die „Multimodalen Knoten” seien bereits  in der Finalisierungsphase, so die Österreicher.

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