Klare Kante beim neuen Citea: Mit Phasen lassen die Designer die Karosserie enden, die einen technisch angehauchten Auftritt verspricht. Foto: VDL

Mit den neuesten Informationen zu kommenden Citea-Baureihe zeigt VDL jetzt sozusagen klare Kante: Zum ersten Mal veröffentlichen die Niederländer etwas mehr vom Design. Und siehe da, es scheint die eben besagte eine klare Kante zu sein, die die neue Elektrobus-Baureihe optisch auszeichnet! Nachdem der vorletzte Post in den Social-Media-Kanälen den Blick des Innenraumes vom hinteren Bereich in Richtung des Fahrerplatzes zeigte, wurde nun der schon einmal gezwigte Blick auf das Heck erweitert. Die Seitengrafik präsentiert sich aus einem Guss und wird nach Angaben von VDL in einem Stück gefertigt, dass die “Löcher” und “Spalten” der Vergangenheit angehören, versteht sich fast von selbst. Die Kontur der Karosserie ist angephast, eine Phase in der Designwelt dient dazu, mit Kanten zu brechen. Auch wenn es die klare Kante gibt, ohne jegliche Phase sähe sie langweilig aus. Das trifft auf die Karosserie der neuen Elektrobus-Baureihe von VDL nicht zu, ganz im Gegenteil, es sihet seht technisch aus. Damit sind die Niederländer nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern zeigen, dass man mit einem Elektrobus auch eine neue Designtypologie etablieren muss. Und ein aufgesetztes Edelstahlformteil reicht da nicht aus, man müsse das ganze Fahrzeug neu denken. Die Anmutung der zukünftigen Elektrobusse ist es doch, die  die reduzierte und langlebige Gestaltung von öffentlichen Verkehrsmitteln mit emotionalerem und zukunftsorientiertem Automobildesign verbindet, oder? Dank eines Hightech-Aerodynamikdesigns würde der Wind weniger Turbulenzen verursachen, wie VDL ergänzend zur Deisgnphilosphie mitteilt. Außerdem hättenen die Rundungen an der Fahrzeugfront, verschiedene Spoiler und die scharfen Winkel am Heck eine starke Senkung des Luftwiderstandes bewirkt. Aber mal ehrlich: Luftwiderstand bei einem Linienbus, der durchschnittlich mit 20 bis 25 km/h im Einsatz ist? Experten nennen als Grenzwert 50 km/h, bis dahin könnte es durchaus der Kasten sein, der bewegt werden würde. Nebenbei bemerkt: Das aktuelle Foto von VDL zeigt auch, dass die neue Citea-Generation in diesem Zusammenhang auf eine spiegelose Technik setzt, wie oben links deutlich wird. VDL denkt weiter, es gehe nicht um ein Mehr an Reichweite, dessen sind sich die Niederländer auch bewusst. Es geht um den Fahrgast. Für ihn bedeutet dies mehr Komfort und weniger Geräusche. Die verbesserte Aerodynamik des Fahrzeugs sei im Windkanal, digital simuliert und auch schon auf der Straße intensiv getestet, wie die Niederländer anmerken. Es ist zweifelsohne der richtige Weg, wenn man sich dann auch noch Gedanken zum Interieur macht: Die neue Citea-Generation sei so etwas wie ein moderner öffentlicher Warteraum, so das Versprechen des Herstelers. Dort treffen Menschen mit unterschiedlichen Reisezielen, kulturellen und sozialen Hintergründen aufeinander. Und die sollen sich wohlfühlen,  das sei durch verschiedene Aspekte realisiert worden: So sei eine gute Zugänglichkeit gewährleistet, Hygiene und Sicherheit entsprechend umgesetzt sowie eine Vandalismusbeständigkeit von Anfang an mit berücksichtigt worden. In der Summe sei es ein ansprechendes Design. Für VDL ist nämlich ein ansprechendes Design wichtig, denn so lassen sich mehr Menschen für den öffentlichen Personennahverkehr gewinnen. Die aktuelle Entwicklung der Elektrobusse zeigt deutlich auf, was die Aufgaben und eben auch mittlerweile der Stellenwert von Design sind: Vorausdenken, sensibilisieren, Optionen aufzeigen und dann in der Praxis überzeugen, begeistern und funktionieren. Die Zeiten des sachlichen Standard-Linienbusses sind vorbei, zum Glück! Dass die zeitenwende in den Niederlanden beginnt, verwundert nicht, denn Trends im ÖPNV haben seit Jahren ihre Wurzeln in den Niederlanden. (VDL/Schreiber/Sr)

Auch beim Interieur blieben die kreativen Köpfe der neuen Designphilosophie und einer klaren Kante bzw. Linie treu. Foto: VDL

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