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Schuco-Neuheit 2016: Der Mercedes-Benz O 3500 im Maßstab 1/18.

Schuco hat mit historischen Omnibusse im kleinen Maßstab eine Nische besetzt, die bisher immer weiter ausgebaut wurde. Auf der Spielwarenmesse 2016 präsentierte Schuco dann als Formneuheit einen Mercedes-Benz O 3500 im sensationellen Maßstab 1/18! Welche Dimensionen der Modellbus hat, zeigte schon das in Nürnberg ausgestellte Urmodell: Stolze 47 Zentimeter lang, über 2 Kilogrammsoll der Modellbus wiegen. Über die vielen Details braucht man in dieser Baugröße gar nicht zu sprechen, sie sind einfach da! Fast klingt es wie ein Weihnachtsmärchen, doch wenn man den Überlieferungen von Mercedes-Benz glauben darf, dann feierte der legendäre Mercedes-Benz O 3500 genau am 24. Dezember 1949 seine Premiere: Die damalige Daimler-Benz AG macht sich mit dem kompakten Hauben-Omnibus selbst ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, denn der O 3500 entwickelte sich in kurzer Zeit zum erfolgreichsten Omnibus seiner Jahre. Der erste neu entwickelte Omnibus mit Stern der Nachkriegszeit basierte auf dem zur gleichen Zeit vorgestellten Lkw L 3500. Und genau wie dieser hatte er mit dem O 3250 (L 3250) im Sommer 1949 kurzzeitig einen etwas leichtgewichtigeren Vorläufer. Aufgrund der engen Verwandtschaft zum Lkw steckte der Dieselmotor des Mercedes-Benz O 3500 vorn unter einer klassischen Haube. Ebenso klassisch war die Konstruktion mit einem tragenden Chassis und einem separat gefertigten und später aufgesetzten Aufbau. Jedoch verfügte das Chassis des O 3500 zur speziell zur Personenbeförderung über einen besonders niedrigen Rahmen zugunsten eines niedrigen Einstiegs. Entstanden bis dahin die Omnibus-Karosserien im Werk Sindelfingen der Daimler-Benz AG – der Begriff „Karosserie Sindelfingen“ galt als Gütesiegel – so fertigte das Unternehmen den Mercedes-Benz O 3500 in Mannheim. Damit markiert der O 3500 den Beginn von Mannheim als Omnibuswerk, aus dem bis heute die Omnibusse von Mercedes-Benz rollen. Nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs war der neue O 3500 auch ein gesellschaftlicher Wendepunkt: Als Reisebus konzipiert, dokumentierte er mit Gedanken an Urlaub und Reisen das Ende der Nachkriegszeit. Viele menschen verbrachten mit diesem Omnibus ihren ersten Urlaub, fuhren über die Alpen an den Gardasee oder in die Schweiz. Um unterwegs das Panorama genießen zu können, war die Reisebusvariante des O 3500 mit einer lichten und großzügigen Dachrandverglasung ausgestattet. Ein mehr als zweieinhalb Meter langes Schiebedach ließ Licht und Luft in den Fahrgastraum und nahm fast ein Drittel der Gesamtlänge des Omnibusses von 8,6 Metern ein. Auch reichlich Chromschmuck und die beliebte Zweifarben-Lackierung, gerne in Rot und Schwarz gehalten, unterstrichen seinerzeit, dass jetzt eine neue Zeit anbrechen sollte. Den Esprit kann man heute noch im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart erleben. So dachte man es auch im Hause Schuco, ein Modellbus in 18-facher Verkleinerung müsse laufen, gerade dann, wenn er – passend zum großen Vorbild – auch zur Weihnachtszeit zur Verfügung steht. Maximal 2.000 Stück sollte es nach Angaben von Schuco geben. Doch jetzt ist der große O 3500 von Schuco von der Liste gestrichen worden. Der Grund: Zu hohe entwicklungskosten und eine zu geringe Nachfrage im Vorfeld.

Der Mercedes-Benz O 3500 im hauseigenen Museum in Stuttgart. Foto: Daimler

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