Anzeige



Hannover schickt drei elektrobusse ins Rennen. Foto: Schreiber

Immer mehr Städte in Europa und auch auf der ganzen Welt setzen auf Elektromobilität – zumindest in den Zentren… Der im Rahmen des Projekts „Zero Emission Urban Bus System“ (ZEUS) jetzt veröffentlichte Bericht zeigt, dass Verkehrsbetriebe und Behörden in 25 europäischen Städten eine E-Bus-Strategie für das Jahr 2020 haben. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen mehr als 2.500 Elektrobusse eingesetzt werden. Auch für 2025 haben sich weitere Städte erklärt, den Fokus auf Elektromobilität zu legen. Der ZEUS-Bericht geht davon aus, dass bis dahin über 6.000 Elektrobusse im Einsatz sein werden. Das würde dann einem Anteil von 43 Prozent aller eingesetzten Linienbusse bedeuten. Der Zeus-Bericht dokumentiert auch, was in Europa zu diesem Zeitpunkt in Serie bei den Herstellern gefertigt werden könnte. Ferner gibt es einen umfassenden Überblick über die elektrischen Busse in Europa, die mit den verschiedenen Lösungen auf dem Markt sind. Ganze 27 Hersteller sind aufgelistet, die Omnibusse mit elektrischem Antrieb für den europäischen Markt anbieten. Interessant: Für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs gibt es eine breite Palette technologischer Lösungen. Fakt ist: Jeder Verkehrsbetrieb scheint noch seine eigene Entscheidung – abhängig von der lokalen Situation und den finanziellen Mitteln – zutreffen. Was die einzelnen Städte, die bisher schon auf Elektromobilität setzen, an Erfahrungen gesammelt haben, gibt der ZEUS-Bericht auch preis. Bei einem Blick über den Tellerrand wird deutlich, dass die meisten Elektrobusse in China fahren. Dies ist auf die chinesische Regierungspolitik zurückzuführen, die Programm für neue Energiebusse aufgelegt hat. Die Chinesen wollen eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen – das wiederum generiert entsprechende Arbeitsplätze und sorgt weltweit für Aufsehen und damit hoffentlich für Akzeptanz für Elektrobusse aus dem Reich der Mitte. Die größte Anzahl von elektrisch angetriebenen Bussen (Elektro- und Hybridlösungen) in Europa fährt zur Zeit in Großbritannien – rund 18% der europäischen Flotte sind auf der Insel unterwegs. Dass das aber keine Insellösung ist, belegen die Niederlande, die Schweiz, Polen und Deutschland mit jeweils weiteren zehn Prozent.

Teilen auf: