So sieht die ie Tram für Schaffhausen aus. Foto: irizar

In den nächsten zehn Jahren soll die gesamte Dieselbusflotte der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) für rund 58 Millionen Franken durch Elektrobusse ersetzt werden. Am 2. Juli hatte das Stadtparlament einem Darlehen für die Beschaffung der ersten 15 Busse und der Erweiterung des Busdepots zugestimmt. Eine Pilotphase wurde gestartet, Irizar schickte die erste ie Tram in die Schweiz. Mit kostenlosen Fahrten in den formschönen Stromern konnte die Bevölkerung noch im Oktober erleben, was es bedeutet, rein elektrisch durch die Stadt zu fahren, ein Elektro-Gelenkbus verkehrte dafür im normalen städtischen Liniennetz. Auch sonst hat die stadt auf ihre Bürger gehört: Die Fahrgäste können im Informationszentrum an der Bahnhofstrasse die verschiedenen Sitze testen und abstimmen. Anschließend kam das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf den Plan und prüfte das Fahrzeug, so wurden beispielsweise umfassende Belastungstests auf dem gesamten Liniennetz durchgeführt. Nicht nur die Test, sondern auch die Probefahrten waren ein Erfolg: “Das funktionierte, so wie wir es geplant hatten”, resümierte Christoph Wahrenberger, Sprecher der Verkehrsbetriebe Schaffhausen. Auch der Volksentscheid sprach sich für die Elektrobusse aus. Nachdem der Grosse Stadtrat die Vorlage zur Einführung von Elektrobussen mit Schnellladesystem einstimmig verabschiedet hat, war das Volk gefragt. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Entscheides wurde der Beschluss freiwillig der Volksabstimmung unterstellt, wie die Schweizer seinerzeit mitteilten. Die Stimmberechtigten haben dem entsprechenden Kredit für die “Einführung von Elektrobussen mit Schnellladesystem” über rund 58 Millionen Franken deutlich zugestimmt. 6934 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 5911 ein Nein. Die Wahlbeteiligung betrug 60,7 Prozent. Die Elektrobusse können kommen! Schon da war Arantxa Tapia, die Wirtschaftsministerin der autonomen Gemeinschaft Baskenland, um sich von den Leistungen der ie Tram zu überzeugen und bei den VBSH einen Einblick zu bekommen, wie sich die Mobilität wandelt.

Die baskischen Besucher wurden von Mitgliedern des Regierungsrats und des Stadtrats sowie des VBSH empfangen. Foto: Irizar

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