Hyzon Motors aus den USA will den Busmarkt auch in Europa mit Brennstoffzellenbussen erobern. Foto: Hyzon Motors

Die Gewichts- und Maßangaben illustriert Hyzon Motors mit chinesisch anmutenden Linienbussen. Foto: Hyzon Motors

Hyzon-Motors, US-amerikanischer Neuling im Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugmarkt, hat einen Leasing-Service für Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für Kunden in der Europäischen Union aufgelegt. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben interessierten Kunden in Europa einen vereinfachten Zugang zu Hyzon-Nutzfahrzeugen geben und so die Transformation zu wasserstoffbetriebenen Nfz-Flotten ermöglichen. Hyzon hat mit seinem Partnernetzwerk komplette End-to-End Lebenszykluslösungen entwickelt, die es Fuhrparkbetreibern ermöglichen, den Wechsel zu Nutzfahrzeugen mit Wasserstoff-Antrieb wirtschaftlich umzusetzen. Hyzon hatte im vergangenen Jahr eine europäische Tochterfirma in den Niederlanden gegründet und plant, bis Ende 2021 bereits „Hunderte von schweren Brennstoffzellenfahrzeugen“ in Europa auszuliefern. Craig Knight, CEO von Hyzon, sagte: „Wir freuen uns, unseren Kunden in Europa diesen Leasing-Service anbieten zu können und Fuhrparkbetreiber bei der Umstellung auf Wasserstoff zu unterstützen. Dieser Leasing-Service zielt darauf ab, unseren Kunden die schnellstmögliche Lösung für den Übergang zu emissionsfreien, mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenen Schwerlastfahrzeugen zu bieten. Hyzon Nutzfahrzeuge werden in Sachen Betriebskosten und Betankungszeit mit vergleichbaren Diesel-betriebenen Fahrzeugen mithalten können.“ Das neue Leasingangebot des Unternehmens ist der erste Schritt in der Entwicklung eines ganzheitlichen Angebots für das Fuhrpark-Leasing in Europa. Das Angebot soll Wasserstofftreibstoff, Versicherungsleistungen, Service und Wartung für alle Fahrzeuge der Hyzon-Marke umfassen. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es zu den ersten Unternehmen gehören will, die europäische Kunden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen LKWs und Bussen zu Gesamtbetriebskosten (TCO) vergleichbar zu den Kosten dieselbetriebener Nutzfahrzeuge beliefern möchte. Auf Basis seiner führenden Brennstoffzellentechnologie und den in Europa verfügbaren Fördermöglichkeiten beabsichtigt Hyzon, seinen Kunden durch die Kooperationen mit mehreren Partnern im Bereich der Wasserstoff-Infrastruktur dabei zu helfen, die TCO-Parität zu erreichen. Angesichts der Marktdynamik bei Wasserstoff-Technologien wird erwartet, dass Europa an der Spitze der weltweiten Einführung der Wasserstoffmobilität stehen wird. Als Marktführer in der Kategorie der Wasserstoff-Schwerlastmobilität rechnet Hyzon damit, mit seinem niederländischen Produktionswerk eine bedeutende Rolle in der Transformation Europas hin zur Wasserstoff-basierten Antrieben zu spielen.Während für die europäischen H2-Lkw schon viele Details bekannt sind (in den Niederlanden soll Holthausen Clean Technology die Hyzon-Lkw auf Basis der Sattelzugmaschine XF Space Cab von DAF bauen) gibt es mit Blick auf die angekündigten Linien- und Reisebusse der Marke Hyzon immer noch keine technischen Details. Das Rendering lässt zumindest einen eigenständigen Auftritt erwarten, die Hyzon-Lkw präsentieren sich als DAF-Modelle mit etwas geänderter Front und einem großem Hyzon-Schriftzug. Bis Ende 2021 will Hyzon Motors Europe „Hunderte von schweren Brennstoffzellenfahrzeugen“ ausliefern. Für Aufsehen sorgte Hyzon-Motors vor einiger Zeit, da die angekündigte 370-Kilowatt-Brennstoffzelle ist ein echtes Novum ist, weil bislang kaum Brennstoffzellen mit mehr als 100 Kilowatt im Einsatz sind. Die Aussage, den Brennstoffzellenbus auf einer bestehenden Plattform aufzubauen, bleibt also weiter nebulös, weil keine weiteren Details dazu gemacht werden. Bereits im letzten Jahr sollte der Linienbus vorgestellt werden, bis heute gab es immer noch keine keine Vorstellung eines Prototypen. Daher sind Verkehrsbetriebe, die sich einen technischen und optischen Eindruck vom Hyzon Linienbus verschaffen wollen, auf Computer-Darstellungen angewiesen. Die Andeutung, dass Hyzon die Linienbusse mit Brennstoffzellenantrieb zusammen mit einem nicht genannten europäischen Partner fertigen will, dazu aber keine weiteren Angaben gemacht werden, lässt Raum für Spekulationen. Einzig real erscheinen da die Angaben zu den Gefäßgrößren, wenn Hyzon von Bussen mit 12 und 18 Metern Länge spricht. Merkwürdig ist dann aber wieder, dass die technischen Zeichnungen zu diesen Fahrzeugen optisch eine ganz andere Formensprache sprechen und an ein Fabrikat aus China erinnern… (HyzonMotors/PM/Sr)

Ob der Brennstoffzellen-Linienbus so aussehen wird?. Foto: Hyzon Motors

Für den amerikanischen Markt könnte der Brennstoffzellenbus von Hyzon Motors so aussehen. Foto: Hyzon Motors

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