Axel J. Maschka, Executive Vice President bei Hyundai Mobis, hat auf der IAA Mobility die Studie M.Vision X und Pläne für Europa vorgestellt. Foto: Hyundai

Hyundai Mobis hat auf der IAA Mobility eine Studie eines elektrischen Shuttles, der komplett per KI gesteuert wird, präsentiert. Foto: Hyundai

Der Hyundai Mobis Studie namens M.Vision X auf der IAA Mobility 2021. Foto: IAA/VDA

Hyundai zeigt auf der IAA Mobility in München über die hauseigene Zulieferer-Tochter namens Mobis eine Studie eines elektrischen Shuttles, der komplett per KI gesteuert wird. Optisch ein echter Hingucker ist die M.Vision X zweifelsohne und auch ganz sicher ein Vorbote für die mobile Zukunft. Der vollelektrisch angetriebene und emissionslose Shuttle ist ein zweckorientiertes 4-Sitzer-Mobilitätsfahrzeug. Die Steuerung erfolgt autonom sowie über ein integriertes Mittelcockpit, welches mit den Passagieren berührungslos über Gestenerkennung kommuniziert.

Variabel geplant haben auch die koreanischen Designer bei der Sitzkonfiguration: Die vier Einzelsitze lassen sich beliebig in, oder gegen die Fahrtrichtung drehen. Und, heute wichtiger denn je, steigen die Fahrgäste aus dem Shuttle aus, wird der Innenraum per UV-Licht automatisch sterilisiert. Der M.Vision X bietet nach Angaben von Mobis hochinnovative Techniklösungen und eine einzigartige Neuinterpretation des automobilen Innenraums. So können alle Fenster des Fahrzeugs in ein Display – zusammen – oder mit verschiedenen Funktionen umgeschaltet werden.

Mobis will in Europa wachsen und weitere Marktanteile generieren. Schon längst sind die Koreaner angekommen, in der Tschechischen Republik (Batteriemontage) und der Slowakei (Montage von Mild-Hybrid-Batterien + Montage von EV-Batteriesystemen) wurde kräftig investiert. In Korea, Japan und in den USA hat Mobis insgesamt rund 30 Mrd. USD Umsatz und gehört zu den bedeutenden Zulieferen für  Automobilkomponenten.

Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist für Mobis das Geschäft mit den hochentwickelten Skateboard-Modulen auszubauen. Hierbei soll das gesamte Portfolio des Unternehmens im Bereich Elektroantriebe mitsamt der dahinterstehenden Erfahrung als weltweit führender Modulanbieter genutzt werden. Seitdem der Konzern sich im Jahr 2009 auf Elektrifizierungssystemen spezialisiert hat, hat das Unternehmen in mehr als 12 Jahren ein komplettes Portfolio samt Wasserstoff-elektrischer Antriebe, autonomer Fahrunterstützung, reinelektrischer Antriebe, Hochleistungsradare, erweiterte Head Up Displays oder adaptive Lichttechnik, bis hin zur Sicherheitstechnik und Airbag-Technologienaufgebaut.

Und selbst ein Chassis-Bau ist vorhanden – in Summe ist klar: Hyundai möchte bei der Elektrifizierung und zukünftigen Mobilitätstechnologien nicht nur mit eigenen Produkten, sondern auch bei anderen Anbietern punkten. Am Pressetag der IAA Mobility erklärte Axel J. Maschka, Executive Vice President bei Hyundai Mobis, die europäische Strategie: „Unsere erste Messepräsenz auf der IAA kann als Zeichen verstanden werden: Wir sind hier, um zu bleiben und um weiterhin zu wachsen.”

Die Hyundai Motor Company hat zudem auf der IAA Mobility 2021 in München eine Selbstverpflichtung bekannt gegeben: Bis zum Jahr 2045 wollen sie klimaneutral werden. Das hat wiederum zur folge, dass man ab 2035 in Europa keine Verbrennerfahrzeuge mehr verkaufen werde, für den Rest der Welt bzw. die wichtigsten Märkte der Koreaner wurde 2040 genannt. Eine wichtige Rolle spielen für Hyundai auch Nutzfahrzeuge: In München sind zwei wasserstoffbetriebene Linienbusse vom Typ Elec City im Testeinsatz – und die auf der IAA natürlich jetzt auch auf der Blue Lane Road im Einsatz, um die Messe-Besucher zzu befördern. (Hyundai/PM/Sr)

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