Hyundai hat den Elec City im Maßstab 1/87 auflegen lassen. Foto: Walter

Elektrische Linienbusse sind weltweit groß im Kommen. Und mittlerweile auch im kleinen Maßstab, wie Thomas Walter schreibt. Der Modellbusfans hat im hauseigenen Onlineshop von Hyundai den Elektrobus der Südkoreaner in 87-facher Verkleinerung entdeckt. Hyundai hat die Serienversion des Elec City im August 2017 vorgestellt, der knapp elf Meter lange Elektrobus erhielt zu diesem Zeitpunkt nicht nur ein neuen optischen Auftritt, sondern wurde auch technisch neu aufgestellt: Mit einer maximalen Motorleistung von 240 kW und einer Leistung der Lithium-Batterie von 128 kWh oder 256 kWh ist er mit Elektrobusse aus Europa und China durchaus vergleichbar. Hyundai liefert seit 2018 Elektrobusse an die Verkehrsunternehmen, mittlerweile sind auch Elektro-Gelenkbusse im Angebot. Der Elec City sei auch mit Brennstoffzelle als Range Extender lieferbar, wie der Modellbusfan berichtet. Diese wurden zuerst bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea eingesetzt und sind nun auch in verschiedenen Städten und bei der koreanischen Polizei im Einsatz. Gleich drei Varianten des Modellbusses sind aktuell im Onlineshop der Südkoreaner gelistet: Neben der Präsentationslackierung für Hyundai (weiß) gibt es noch die Ausführung für Busan (hellblau-weiß) sowie für Seoul (grün). Die Modelle werden von Dongguan Weizhen Hardware Electronics Co., Ltd in China gefertigt und bestehen aus einem interessanten Materialmix und ungewöhnlicher Konstruktion, wie Thomas Walter meint: Die Karosserie mit durchbrochenem Lüftungsgitter rechts ist aus Zinkdruckguss, wobei die Lackierung im Vergleich zu anderen Modellbussen dieser Baugröße ein wenig dick ausfällt. Und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Modellbus auch 5 Millimeter zu breit. Die Fenster sind fünfteilig (Front, Heck, rechte Seite mit den Türen, Fahrerfenster links und linke Seite) und jeweils von außen eingesetzt. Zusätzlich sind die beiden schwarzen Ecken mit den Hauptscheinwerfern an der Front aus Kunststoff eingesetzt. In die lackierten und teilweise bedruckten Fenstereinsätze sind auch die beiden Außenspiegel eingeklebt. Die Inneneinrichtung besteht aus fünf Teilen und ist teilweise lackiert und beschriftet. Der Grundkörper mit den Sitzen ist aus schwarzem Kunststoff und auf der Oberseite grau lackiert. Der Instrumententräger ist einzeln gesteckt und verfügt ebenfalls über einen graue Farbauftrag. Die Trennwand zum Fahrerplatz ist aus transparentem Kunststoff und teilweise wiederum grau lackiert. Dieses Bauteil ist geklebt und lässt sich nicht ohne Bruch vom Grundkörper trennen. Gleiches gilt für die hellgrün lackierten Haltestangen mit Griffen auf der Türseite und mit Polstern für die Rollstuhlplätze auf der Fensterseite. Dort sind auch je zwei blau-weiße Rollstuhlsymbole und Kinderwagensymbole auf grauem Grund angebracht. Dies ist aber nur nach dem Zerlegen erkennbar. Die Bodenplatte aus Kunststoff ist vorne und hinten mit zwei Schrauben in der Karosserie befestigt. Die Felgen sind zweifarbig (silber-schwarz) und mit profilierten Gummireifen versehen. Mit zwei weiteren Schrauben und einem Distanzstück ist das Modell in der Vitrine befestigt und zusätzlich durch ein transparentes Tiefziehteil fixiert. Der Modellbus des Hyundai Elec City ist gut einen Zentimeter kürzer als die Miniaturen des Mercedes-Benz eCitaro und des Solaris Urbino 12 electric, was dem Längenunterschied der Originale entspricht. Bei einem Preis von umgerechnet jeweils etwa 20 Euro seien es in den Augen von Thomas Walter gut gemachte Nachbildungen, die sich im Vergleich zu den genannten Rietze-Modellen nicht verstecken müssten und als Exoten jede Modellbus-Sammlung gut ergänzen würden. Einziger Wehrmutstropfen: Das Bestellen als Gast in Onlineshop von Hyundai funktioniert nicht, sodass eine Registrierung erforderlich ist. Zudem sind die Portokosten sehr hoch, wie Thomas Walter anmerkt. Weltweit gut vernetzt bekam der Modellbusfan seine Miniatur über einen Kollege aus Südkorea, der den kleinen Elec City für Thomas Walter zu einer Konferenz mitgebracht. (Hyundai/Walter/PM/Sr)

Interessanter Materialmix und ungewöhnliche Konstruktion: Der Elec City von Hyundai in 1/87. Foto: Walter

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