Walter Schwizer (Leiter der PostAuto-Region Ostschweiz), Florian Jud (Projektleiter Finanzen, Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen) mit Claudio Albrecht (Leiter Buses & Coaches, Scania Schweiz AG) vor den neuen Hybridpostautos in Goldach. Foto: PostAuto

In Goldach ersetzen drei Hybridpostautos die herkömmlichen Dieselbusse. Es sind die ersten Hybridbusse, die im öffentlichen Verkehr durch den Kanton St. Gallen rollen. Sie wurden am 10. April dem Betrieb übergeben. Sie werden auf fünf PostAuto-Linien die Fahrgäste durch die Region befördern. Bei der Inbetriebnahme handelt es sich gleich um zwei Premieren. Es sind die ersten Hybridbusse, die im Kanton St. Gallen unterwegs sind. Und es sind schweizweit die ersten Hybridpostautos der Marke Scania. Vom PostAuto-Unternehmen Schwizer PAH GmbH in Goldach aus werden die drei fabrikneuen Scania Citywide K320 Hybrid auf den PostAuto-Linien 240 (Rorschach–Goldach–St. Gallen), 241 (Rorschacherberg–Goldach–St. Gallen), 242 (Rheineck–Thal–Rorschach–Untereggen–St. Gallen) sowie morgens auch auf den PostAuto-Linien 180 (Herisau–Hundwil–Stein AR–St. Gallen) und 182 (Herisau–Waldstatt–Schönengrund– Brunnadern) unterwegs sein. Zuerst werden Schulungen für die Fahrerinnen und Fahrer durchgeführt, und nach Ostern stehen die neuen Postautos für die Fahrgäste bereit. PostAuto hat zusammen mit dem Kanton St. Gallen entschieden, drei Dieselpostautos durch drei neue Hybridfahrzeuge zu ersetzen. «Mit dem Einsatz von Hybridbussen kann der Kanton St. Gallen einen aktiven Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses leisten. Im Gegensatz zu anderen Landesteilen waren bei uns bisher keine Hybridbusse auf ÖV-Linien unterwegs. Schön, dass wir hier nun mit überschaubaren Mehrkosten mit den anderen Kantonen gleichziehen können», sagte Florian Jud vom Amt für öffentlichen Verkehr bei der Inbetriebnahme im Beisein von Medien und Gästen. «Wir freuen uns sehr, unseren Fahrgästen und unserem Fahrpersonal mit den neuen Postautos optimales Fahrvergnügen und optimale Arbeitsplätze bieten zu können. Dass wir zusammen mit dem Kanton einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, multipliziert unsere Freude», ergänzte Walter Schwizer, Leiter der PostAuto-Region Ostschweiz. Claudio Albrecht vom Hersteller Scania Schweiz AG betonte: «Durch den starken Dieselmotor verfügen die Fahrzeuge auch bei niedrigem Batterieladestand über genügend Fahrleistung und sind daher für den Stadtverkehr, wie auch für eine anspruchsvolle Überlandtopgraphie geeignet. Dies gibt PostAuto die Freiheit, die Fahrzeuge ohne Einschränkungen einzusetzen.» Hybridpostautos stoßen weniger Schadstoffe aus und sind leiser als Dieselfahrzeuge. Die drei neuen Fahrzeuge in Goldach haben einen sogenannten Parallelhybridantrieb: Statt dass der Elektromotor als alleiniger Antrieb und der Verbrennungsmotor lediglich als Generator fungiert, wirken die zwei Antriebskonzepte zusammen. Durch die vielen Starts und Stopps auf einer typischen Regionalverkehrslinie wird ein Teil der Energie zurückgewonnen, die dann beim Anfahren wieder eingesetzt wird. An Haltestellen oder roten Ampeln schaltet der Dieselmotor automatisch ab. Das Anfahren erfolgt über den Elektromotor. Die Hybridpostautos stossen noch weniger Emissionen aus, als dies die strenge Abgasnorm Euro 6 vorschreibt. Die drei neuen Hybridpostautos haben 34 Sitz- und 34 Stehplätze. Es sind LowEntry-Busse der neusten Generation, die hinten sitzplatzoptimiert und vorne stehplatzoptimiert sind. Sie haben zwei Rollstuhlplätze und können trottoirseitig abgesenkt werden. Dieses sogenannte Kneeling erleichtert allen Fahrgästen das Ein- und Aussteigen erheblich, besonders gehbehinderten Personen und Eltern mit Kinderwagen. Eine Klimaanlage, grosse Fenster, ergonomische Sitze, die indirekte LED-Beleuchtung und ein geringer Geräuschpegel machen die Reise für die Fahrgäste angenehm. Die Postautos sind mit Doppelbildschirmen ausgerüstet, so dass die Fahrgäste über den Verlauf der Fahrt und Newsmeldungen im Bild sind. Auch automatische Fahrgastzählsysteme sind in zwei der drei Fahrzeuge vorhanden: Sie erfassen mit Lichtschranken die Anzahl ein- und aussteigende Personen. Damit die Fahrgäste im Internet surfen können und vernetzt sind, hat PostAuto diese Postautos mit Gratis-WiFi ausgerüstet. Seit Jahren ist PostAuto aktiv mit dabei, wenn es um die Weiterentwicklung und die Pilotierung verschiedener Antriebstechnologien geht. Die drei neuen Fahrzeuge in Goldach vergrössern die PostAuto-Hybridflotte auf 42.  PostAuto hat somit die grösste Hybridflotte im ÖV der Schweiz. In der PostAuto-Region Ostschweiz sind nun insgesamt elf Hybridpostautos in Betrieb, drei in Goldach, acht in Frauenfeld. Der Einsatz von Hybridfahrzeugen passt gut zur Strategie der Post, die die CO2-Effizienz weiter steigern will.

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