Jochen Engert und André Schwämmlein wollen in Kürze in Deutschland auf Hybrid-Antriebe setzen. Foto: Flixbus

Flixbus stromert los, macht aber auch deutlich, dass das bei aller Euphorie für die Elektromobilität der Blick auch auf andere Antriebe gerichtet sei. Wie Artikel und Interviews im Spiegel, Gründerszene sowie Handelsblatt zu entnehmen ist, gibt es in Deutschalnd nicht nur mit Blick auf Elektromobilität in naher Zukunft etwas Interessantes. Während Yvan Lefranc-Morin, Frankreich-Chef von Flixbus, ganz selbstbewusst von einer Weltpremiere im Fernbusmarkt spricht, denn “…über eine solche Distanz ist das bisher noch nie angeboten worden…“, macht Flixbus-Mitbegründer Jochen Engert deutlich, dass man im wahrsten Sinne bei Antrieben gut kombiniert hätte: „Auf der Langstrecke wird der Hybridbus der nächste Schritt sein“, sagte Engert und stellte in Aussicht, dass Flixbus in Kürze erste Versuche starten würde – und zwar Deutschland. Dem Ansinnen stimmt André Schwämmlein, Geschäftsführer von Flixbus, zu, gibt aber auch als Marschrichtung vor, dass man die Mobilität der Zukunft mitgestalten wolle. Und hier käme man an einem rein elektrischen Antrieb nicht vorbei, wenn man mit Omnibussen in die Innenstädte fahre. Elektrobusse wären im Moment in der Anschaffung zwar deutlich teurer, dennoch sei man bei Flixbus überzeugt, dass sich diese Investition in die Zukunft lohne. Zukunftsfähige Mobilität sei mittlerweile eben auch ein „gesellschaftliches Anliegen“. Und weil gerade sehr viel über autonomes Fahren diskutiert wird, fragt man sich, was das für Flixbus bedeutet. Jochen Engert sieht den autonomen Fernbus noch nicht an der nächsten Ecke stehen. Und der Fahrer sei weiterhin ein extrem wichtiger Markenbotschafter für Flixbus. Er entscheide darüber, wie der Kunde das Fahrerlebnis wahrnehme. Doch wenn man den Fahrer am Lenkrad entlasten könne, sodass er sich noch mehr den Kunden widmen könne, wäre das ein riesiger Fortschritt für Flixbus und die mittlerweile rund 7.000 Fahrer, die mit grünen Bussen unterwegs sind. Man könne sich durchaus die Frage stellen, so engert, ob man auf der Autobahn, wo die Fahrsituationen weniger komplex seien, einen Fahrer bräuchte oder ob der Bus da autonom fahren könne. Das sei ein sehr spannender nächster Schritt mit einem großen Potenzial. Es sei durchaus vorstellbar, dass die grünen Busse in der Zukunft autonom fahren, allerdings wohl auf absehbare Zeit nicht komplett ohne Fernbus-Pilot.

 

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