Der autonom fahrende Minibus „Hubi“ ist das Wahrzeichen des nun auch mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichneten Projektes Hub Chain. Foto: Stadtwerke Osnabrück / Giang To

Das Mobilitätsprojekt Hub Chain der Osnabrücker Stadtwerke heimst eine weitere Auszeichnung ein: Nach dem „Innovationspreis Reallabore“ des Bundeswirtschaftsministeriums erhält das Partnerschaftsprojekt den Deutschen Mobilitätspreis. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesverkehrsministerium würdigen mit dieser Auszeichnung digitale Innovationen für eine vernetzte Mobilität. „Dass nunmehr gleich zwei Bundesministerien unser Hub Chain-Projekt als digitalen Innovations-Leuchtturm prämieren, macht uns sehr stolz“, freut sich der Mobilitätsvorstand des Konsortialführers Stadtwerke Osnabrück, Dr. Stephan Rolfes. Beide Auszeichnungen seien Beleg für den Vorbildcharakter und die Innovationskraft des übergreifenden Mobilitätsprojektes. Deutschlandweit hatten sich mehr als 300 Start-ups, Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitutionen mit ihren Projekten um den Deutschen Mobilitätspreis mit dem diesjährigen Wettbewerbsmotto „Intelligent unterwegs: Gemeinsam. Vernetzt. Mobil.“ beworben. Eine hochkarätig besetzte Expertenjury wählte die zehn Gewinner des Wettbewerbs aus. Die feierliche Preisverleihung erfolgt im November. Erneut überzeugte das Projekt Hub Chain mit seinem digitalen Vernetzungsansatz. „Unser gemeinsames Ziel ist es, für ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept aus Linienverkehr und On-Demand-Zubringern eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln und zu testen, die diese beiden Verkehre barrierefrei miteinander verzahnt“, erläutert Udo Onnen-Weber vom Hub Chain-Konsortialpartner KOMOB (Kompetenzzentrum ländliche Mobilität). Insbesondere im ländlichen Raum seien Zubringer- und Abholbusse auf Bestellung eine überaus sinnvolle Ergänzung des oftmals nur spärlichen Mobilitätsangebotes. „Für die Vernetzung ist eine intelligente Software erforderlich, die die Bestellung der Zubringer- und Abholfahrzeuge so steuert, dass keine Wartezeiten entstehen – und dass an allen Verknüpfungspunkten eine bedarfsgerechte Anzahl an Shuttles wartet.“ Getestet wird eine solche digitale Plattform derzeit in der Gemeinde Bad Essen im Landkreis Osnabrück. Noch bis Ende Oktober kann in dem Kurort über eine App der autonom fahrende „Hubi“-Shuttle gebucht werden. „‘Hubi‘ verbindet dabei zentrale Anlaufpunkte im Kurort mit einer Buslinie von und nach Osnabrück“, erläutert Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken. Der Praxistest in Bad Essen bildet den Abschluss des 2018 gestarteten dreistufigen Hub Chain-Projektes. „Wir werden unsere Erfahrungen und Testergebnisse zum Jahresende detailliert auswerten und unsere Erkenntnisse in mögliche Folgeprojekte einfließen lassen.“ Das Hub Chain-Projektkonsortium setzt sich aus folgenden Partnern zusammen: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.; Institut für Verkehrssystemtechnik (DLR); Dornier Consulting International GmbH (Dornier); Hacon Ingenieurgesellschaft mbh (Hacon); Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. (IKEM); Kompetenzzentrum ländliche Mobilität, Institut in der Forschungs-GmbH Wismar (KOMOB); Stadtwerke Osnabrück AG. Gefördert wird das Projekt Hub Chain vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mit dem Deutschen Mobilitätspreis machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) intelligente Mobilitätslösungen und digitale Innovationen öffentlich sichtbar. Die Deutsche Bahn und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sind Partner des Wettbewerbs. (StadtwerkeOsnabrücl/PM/Schreiber)

 

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