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Der VDL Futura FDD2 will hoch hinaus...

Der VDL Futura FDD2 will hoch hinaus…

Remi Henkemans (rechts) lud zur Weltpremiere des Futura-Doppeldeckers nach Valkenswaard..

Remi Henkemans (rechts) lud zur Weltpremiere des Futura-Doppeldeckers nach Valkenswaard..

...und präsenierte zunächst Ergebnisse der Marktanalyse des Doppeldecker-Segmentes.

…und präsenierte zunächst Ergebnisse der Marktanalyse des Doppeldecker-Segmentes.

Der Designer Rik de Reuver erklärte das Exterieur-Design, ...

Der Designer Rik de Reuver erklärte das Exterieur-Design, …

...Frans Hegge die Philosophie beim Interieur-Design. Dann hieß es Vorhang auf...

…Frans Hegge die Philosophie beim Interieur-Design. Dann hieß es Vorhang auf…

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...und der neue Doppeldecker wurde präsentiert.

…und der neue Doppeldecker wurde präsentiert.

Im Fahrzeuginnern hochwertige Materialien und neueste (Licht-)Technik.

Im Fahrzeuginnern hochwertige Materialien und neueste (Licht-)Technik.

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Runde, fließende Formen und helle Farben...

Runde, fließende Formen und helle Farben…

Da kommt Freude auf: Ein gelungener und durchdachter Arbeitsplatz.

Da kommt Freude auf: Ein gelungener und durchdachter Arbeitsplatz.

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Als Antrieb setzt VDL auf den DAF MX 13 375.

Als Antrieb setzt VDL auf den DAF MX 13 375.

Das FDD2-Projektteam: Thieu Kuipers (Chief Engineer); Tjeu Jacobs (Manager Engineering); Frank van Geel (Managing Director) und  Arjan van Mierlo (Chief Engineer).

Das FDD2-Projektteam: Thieu Kuipers (Chief Engineer); Tjeu Jacobs (Manager Engineering);
Frank van Geel (Managing Director) und Arjan van Mierlo (Chief Engineer).

Als Nachfolger des VDL Synergy präsentierten die Macher des Futura ausgewählten Journalisten schon Ende August in Valkenswaard den neuen Futura FDD2. Die Weltpremiere des Doppeldeckers ist für die Busworld in Kortrijk geplant, so Rémi Henkemans, Geschäftsführer von VDL Bus & Coach. Mit einer Kapazität von maximal 96 Fahrgästen und in zwei Längen sieht VDL Potential sowohl im Reise-, aber eben auch im Fernbusmarkt. Hierfür wurde im Vorfeld der Markt und Wettbewerb genau analysiert, wie Henkemans anlässlich der Vorstellung erklärte. Auch sonst sei nichts dem Zufall überlassen worden: So wurden Busfahrer mit Doppeldecker-Erfahrung in die Entwicklungsphase mit eingebunden, Unternehmer mit Doppeldeckern im Fuhrpark nach ihren Begehrlichkeiten befragt. Die Liste der Recherche sei lang gewesen, versicherte der VDL-Geschäftsführer. Auch seien Besitzer des VDL Synergy befragt worden. Mit den Ergebnissen dieser Befragungen haben sich dann die VDL-Ingenieure und die Designer an die Arbeit gemacht. Das Ergebnis sei eine Symbiose aus den technischen Vorstellungen und Möglichkeiten der Ingenieure sowie den Wünschen der Kunden, philosophierte Rémi Henkemans. Das Hauptziel sei es gewesen, den Fahrgästen ein Reiseerlebnis zu vermitteln, das den Vergleich mit einer Fahrt in einer Luxuslimousine nicht zu scheuen brauche. Das ist VDL auf den ersten Blick zweifelsohne gelungen. Optisch kann sich der neue Doppeldecker mehr als sehen lassen: Schlichte Eleganz, zusammen mit der markanten VDL-Bugmaske fügt sich die Linienführung nahtlos in die Formensprache des FHD und FMD ein. Der FDD2 setzt auch eigene Akzente, die VDL als Skylights bezeichnet: Die Begrenzungsleuchten über der Frontscheibe fallen dem Betrachter sofort auf. Für den Markt in Skandinavien mehr als nur ein optischer Gag, hier seien Form und Funktion für beste Ausleuchtung verbunden worden, so Henkemans. Vier Meter Höhe ließen den Designer ausreichend Platz, um eine eindrucksvolle aber auch aerodynamische Front zu kreieren. Auch sonst wusste VDL mit dem präsentierten Doppeldecker zu beeindrucken: Im Fahrzeuginnern fehlen Ecken und Kanten, alles fließt. Helle, weiche und vor allem von der Anmutung her hochwertige Materialien lassen den Fahrgast eher an eine Yacht als an einen Reisebus denken. Die von VDL beim FHD und FMD verwendete Modulbauweise mit dem Sandwichdach kommt auch beim Doppeldecker zum Einsatz. Die entsprechende Technik hat VDL weiterentwickelt und beim FDD2 auch für den Zwischenboden angewendet. Dadurch hat sich die Stehhöhe auf dem Unterdeck auf großzügige 1.855 mm erhöht. Ein Extrusionsprofil aus Aluminium sorgt für die nötige Stabilität des Sandwich-Zwischenbodens. Durch das leichte Dach und den Zwischenboden wird der Fahrzeugschwerpunkt nach unten verlagert, das Ergebnis sei nach Angaben von Rémi Henkemans eine hervorragende Straßenlage. Für entsprechenden Fahr-Komfort sorgt eine elektronisch geregelten Luftfederung. Mit Blick auf den Fernbuseinsatz ist beim FDD2 auch eine Auffahrrampe für Rollstuhlfahrer an der extrabreiten Mitteltür erhältlich; die hinteren Sitze des Unterdecks können dann gegen ein oder zwei Rollstuhlplätze ausgetauscht werden. Der Gepäckraum, der an der Decke vollkommen hindernisfrei ist, misst 9,3 Kubikmeter. Frei ist auch der Blick des Fahrers: Die Ingenieure von VDL haben nämlich den Boden an der Frontscheibe schräg aufwärts verlaufen lassen und so den Blickwinkel deutlich erweitert. Hinzu kommt, dass die Außenspiegel höher positioniert wurden, sie befinden sich jetzt in zwei Meter Höhe. Gemäß einer EU-Verordnung, die am 1. November 2015 in Kraft tritt, ist der VDL Futura FDD2 mit dem neuesten aktiven Bremssystem AEBS (Advanced Emergency Braking System) ausgerüstet, das den Fahrer in Notsituationen warnt und ggf. einen Notbremsung einleitet. Das System arbeitet mit einem in die Fahrzeugfront integrierten Radar, erfasst stillstehende oder langsam fahrende Objekte in der Spur des Doppeldeckers. Als Option kann das System um einen ACC-Tempomaten (Adaptive Cruise Control) ergänzt werden. So wird das Sicherheitssystem mit einer Komfortfunktion kombiniert. Mit der neuen EU-Regelung wird auch der Spurverlassungswarner LDWS (Lane Departure Warning System) verpflichtend. Er warnt den Fahrer durch Vibrationen im Fahrersitz bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur. Hill Hold, das System, das das Zurückrollen beim Anfahren am Berg verhindert, und das elektronische Stabilitätsprogramm ESP gehören beim FDD2 zur Serienausstattung. Angetrieben wird der Doppeldecker vom DAF MX-13 375. Dieser Euro-6-Motor leistet über einen breiten Drehzahlbereich von 1.000 bis 1.425 U/min 375 kW (510 PS) bei einem Drehmoment von 2.500 Nm. Ab dem 2. Quartal 2016 will VDL den neuen Reisebus-Doppeldecker ausliefern. Das Warten wird sich lohnen, mit dem FDD2 wird VDL nicht nur wegen des Kaufpreises die Marktanteile im Doppeldecker-Segment verändern.

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