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Auch die Bahn expandiert, mit dem IC-Bus-Angebot vor allem im Ausland. Foto: Deutsche Bahn

Nach FlixBus expandiert nun auch die Deutsche Bahn in der Schweiz: Ab Anfang April ist die neue Fernbus-Linie Chur-München im Angebot. Es geht also hoch hinaus, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Und warum soll immer nur der grüne Marktführer expandieren? Aller guten Dinge sind scheinbar drei, denn neben den Eidgenossen und FlixBus fährt die Deutsche Bahn mit dem IC-Bus von Chur nach München – ohne Beteiligung der SBB und natürlich ohne Zug. Die IC-Bus-Linie Zürich–München–Mailand wird seit 2016 bedient, hier gibt es eine Zusammenarbeit von DB und SBB. Für das neue Angebot der Deutschen Bahn gibt es dementsprechend keinen Eintrag im SBB-Fahrplan. Anders sieht es in den Kantonen Bündner und Graubünden aus, hier wird der IC-Bus mit seinem Angebot gerne gesehen.  Das zusätzliche Verkehrsangebot diene dem Tourismus, so Erich Büsser, Vorsteher Amt für Energie und Verkehr in Graubünden. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn werde enger sein als mit FlixBus – auch die grünen Fernbusse haben die neue IC-Bus -Linie im Angebot. So wird der IC-Bus beispielsweise ins Bündner Tarifsystem integriert, so Büsser weiter: «Vom Startort München beispielsweise bis zum Zielort St. Moritz benötigt man dann nur noch ein Ticket.“ Man könne so vom IC-Bus in Chur ohne zusätzliches Ticket umsteigen in die Rhätische Bahn. Zum Start gibt es zwei Fahrten pro Tag mit dem Bus. Zum Einsatz kommen die im Fernbusgeschäft begehrten Doppeldecker von Setra, die die Bahn schon erfolgreich über die Berge auf der Linie nach Mailand einsetzt. Die staatliche Eisenbahngesellschaft hat dieses Angebot genau im Visier, denn die IC-Busse sind eine Stunde schneller, Fahrgäste müssen nicht Umsteigen und erhalten im Bus sogar noch das begehrte WLAN gratis. Auch finanziell lohnt sich das Angebot: Der Bus kostet nur ein Viertel vom Bahnticket.

 

 

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