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Hanomag L28 Lohner

Neu von Starline Models für ACC: Der Hanomag L28 mit Lohner Aufbau. Foto: ACC/Wachtel

Neues von der Austrian Car Collection für das nächste Modelljkahr: 1951 bestellte die Österreichische Post bei den Lohner-Werken in Wien neun Omnibusse, die auf einer Hanomag-Basis aufgebaut wurden. Hinter der Marke Hanomag stand die Hannoversche Maschinenbau AG, die neben Nutzfahrzeugen auch Baumaschinen und Ackerschlepper sowie Pkw herstellte. 1950 war mit dem L28 ein leichter Lastwagen im Angebot, der als kleiner Langhauber mit 1,5 Tonnen Nutzlast erfolgreich vom Markt aufgenommen wurde. In den folgenden Jahren erschienen weitere Varianten, die bis zu drei Tonnen Nutzlast boten. Das Modell verkaufte sich – im Gegensatz zu den großen, schweren Lastkraftwagen – gut. Optisch folgte die Karosserie mit der langen Motorhaube dem Zeitgeschmack: Wesentliches Merkmal waren die in die Frontpartie integrierten Schweinwerfer. Ein breiter Kühlergrill mit lediglich drei Rippenstegen wurde zum markanten Erkennungszeichen des L28. Der kleine Hanomag  hatte den neu entwickelten Motor mit 2,8 Liter Hubraum und zunächst 45 PS, dem Zuspruch und Erfolg am Markt folgte eine Steigerung auf 50 PS. Ein Vierganggetriebe übertrug die Kraft auf die Hinterachse. Mit dem Modelljahrgang 1953 wurde die Leistung über ein Roots-Gebläse erhöht. Wie auch die Konkurrenz, so fand der L28 mit diversen Aufbauten große Anerkennung – nicht nur in der deutschen Wirtschaft, wie Lohner mit dem Busaufbau in Österreich zeigte. Die Lohner-Werke setzten eine für damalige Verhältnisse mehr als schmucke Karosserie auf die Hanomag-Basis. Die Lohner-Werke sind eine Wagen- und Waggonbaufabrik mit Sitz in Wien. Heute gehört die Firma zum kanadischen Bombardier-Konzern. Den Ruhm begründete aber die k.u.k-Hof-Wagenfabrik Jacob Lohner, die unter anderem luxuriöse Kutschen fertigte. Lohner war aber auch ein Inbegriff für Motorräder, Lastkraftwagen und eben auch Autobusse oderStraßenbahnen und Flugzeuge. Der Hanomag-Lohner L28 hatte Platz für 13 Passagiere (plus Fahrer). Nach Ausscheiden aus dem Liniendienst wurden alle Busse zu Paketwagen umgebaut. Rene Wachtel will den von Starline Models für die Austrian Car Collection gefertigten Modellbus im Maßstab 1/87 noch vor Weihnachten ausliefern. Die Auflage des limitierten Kunststoffmodellbusses beträgt 1.500 Exemplare.

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