Der Bund fördert die Entwicklung sparsamerer H2-Busse. Foto: EloMobility, Montage: omnibus.news

Startschuss für das Innovations-Projekt „Go4City“ (G4C). Moment, Go4City? Nein, Göppel Bus ist nicht zurück, und nein, die Stadtbusfamilie namens go4city, die Göppel 2010 vorgestellt hat, wird nicht neu aufgelegt. Oder vielleicht doch, denn ELO Mobility wirbt als Start-up auf seiner Seite mit Göppels Stadtbusfamilie. Das Ausgburger Unternehmen, das sich zuletzt mit Buszügen einen Namen gemacht hat, ist 2014 in die Insolvenz gegangen und nicht wieder zurück. Die Verbindung könnte die AutoTram sein. Das neuartige städtisches Personenbeförderungssystem wurde vom FraunhoferInstitut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) in Dresden entwickelt. Und Jetzt entwickelt das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) zusammen mit ELO Mobility eine neue Generation von revolutionären Stadtlinienbussen mit Wasserstoffantrieb, wie es in der entsprechenden Pressemitteilung heißt. Und weil dieses Projekt primär Fahrzeuge für die Stadt hervorbringen soll, ist der Name ganz im Sinne einer Zielführung entstanden. Der Einsatz von Wasserstoff ermöglicht emissionsfreie Mobilität und gilt als wesentliche Grundlage bei der Umsetzung geplanter Klimaziele der Bundesregierung und ist zentrales Element der Energiewende. Das Berliner Start-up ELO Mobility hat sich auf die Entwicklung von Hochleistungs-Stadtbussen mit innovativen, elektrischen Antrieben – basierend auf intelligenten Energiemanagementsystemen- spezialisiert. Diese neuartigen Busse werden deutlich weniger Wasserstoff verbrauchen, so dass das Optimierungspotential in Bezug auf Reichweite und der Betriebskosten gegenüber derzeit verfügbaren Fahrzeugtechnologien erheblich verbessert wird. Damit positioniert sich Deutschland im internationalen Rennen um Wasserstoff-Technologien im Sektor kommerzieller Fahrzeuge und unterstützt den umfassenden Umstieg auf Wasserstoff im Kontext einer klimafreundlichen Verkehrsinfrastruktur. Fördermittelgeber des Go4City-Projekts ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der offizielle Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Die Programmkoordination erfolgt durch die Nationale Organisation Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH, welche das Projekt bereits von der ersten Ideenskizze begleitet und unterstützt hat. Auf Basis der angestrebten Modularität sowie der eingesetzten Sensoren und Aktuatoren in den geplanten zwei Bustypen (in der Version 12-Meter- und 18-Meter- Gelenkbus) verspricht sich ELO Mobility einen wesentlichen Erkenntnis- und Datengewinn, um sowohl Einzelfahrzeuge als auch den Flottenbetrieb zu optimieren. Die ökonomisch-strategischen Projektziele werden u. a. über eine adaptive, verschleißminimierende Brennstoffzellen-Betriebsstrategie zum operativen Power- Split, sowie die Dimensionierung der Komponenten und Energiesteuersysteme erzielt werden. Wesentliche Unterstützung erhält ELO Mobility in diesem Themenfeld vom Fraunhofer IVI, das seit mehr als 20 Jahren Innovationen für die intelligente Planung, Koordinierung und Steuerung von Mobilitätssystemen erschaffen hat und darüber hinaus Erfahrung mit zuverlässigen Informations- und Assistenzsystemen, digitalen Plattformlösungen, sowie Big-Data-Mobilitätsdaten im Bereich des ÖPNV besitzt. Ein nennenswerter Innovationsaspekt des Go4City-Projektes ist der Einsatz von wechselbaren und zudem wiederaufbereitbaren Brennstoffzellen, mit dem eine signifikante Kostenreduktion einhergeht, die für die Technologieakzeptanz entscheidend ist. Das Go4City-Projekt wird hierzu von dem etablierten Technologieunternehmen HyMove B.V. aus den Niederlanden unterstützt. HyMove betreibt bereits seit über fünf Jahren Busse mit innovativen und zuverlässigen Brennstoffzellen im erfolgreichen, täglichen Linieneinsatz und wird zusammen mit ELO Mobility bisherige Produkte auf Basis der gesammelten Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickeln. Die Gesamterkenntnisse dieses Projektes werden ab 2022 in die Serienproduktion einer neuen Generation von leistungsstarken Wasserstoffbussen einfließen, welche sich durch optimale Anpassung an spezifische Anwendungsfälle auszeichnen werden. (BMVI/ELOMobility/HyMove/Now/PM/Sr)

 

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