Die überarbeitete Frontmaske der Iveco E-Way-Baureihe wurde jetzt mit einem Design-Award ausgezeichnet. Foto: Iveco

Iveco hat produktübergreifend eine klare Formensprache gefunden, die vom Transporter über den Lkw bis zum Bus einen entsprechenden Wiedererkennungswert hat und in den Entwürfen der neuen Fahrzeuge immer wieder zu entdecken ist. Foto: Iveco

Marco Armigliato (2 v.li.) verantwortet das Design bei Iveco. Hier ist der kreative Kopf bei einer Besprechung mit einem Teil seines Teams (Xingwu Li (li), Isabella Burgio, Carolina Duque Araque und Giuseppe Bruno) zu sehen. Foto: Iveco

“Gutes Design ist so wenig Design wie möglich”, lautet eines der Grundprinzipien des deutschen Industriedesigners Dieter Rams. Auch wenn er nicht für das überarbeitete Design des Elektrobusses von Iveco verantwortlich ist, Rams als Wegbereiter des nutzerorientierter Designs. Das, was er  schon in den 70er-Jahren als Thesen formuliert hat, wurde vom hauseigenen Industrial-Design-Team Ivecos, das im französischen Lyon beheimatet ist, beherzigt. Unter der Leitung von Marco Armigliato, dem Kopf der Designabteilung von Iveco, ist die Frontmaske der Elektrobusse der E-Way-Baureihe überabreitet worden und jetzt von DNA Paris mit dem Design Award 2021 in der Kategorie „Product Design – Vehicle, Transport and Accessories“ ausgezeichnet worden. Hinter DNA Paris steht die 1985 gegründete Farmani Group, die auch für den Architecture MasterPrize (AMP), den European Product Design Awards (EPDA), den Prix de la Photographie in Paris (PX3), die London International Creative Awards (LICC), die International Photography Awards (IPA) und die Annual Lucie Awards for Photography, die sich zu einem der renommiertesten Fotopreise der Welt entwickelt haben, verantwortlich ist. Die Jury ist stets hochkarätig besetzt, alle Juroren sind vom Fach. Und denen ist durchaus bewusst, dass die Design-Philosophie von Rams bis heute nachwirkt. Dies sieht man bei der überarbeiteten Frontmaske der E-Way-Baureihe beispielsweise an dem deutlich reduzierten Schriftzug oder auch die insgesamt schlichteren gradlinigen Formen sieht. Weniger ist mehr, puristische Formen sind aber nicht jedermanns Sache. Viele Hersteller bevorzugen futuristische oder extravagante Formen, um damit aufzufallen. Aber beim Design folgt die Form bekanntlich der Funktion, es geht beim Wandel der Mobilität nicht darum, mit ausgefallenen Formen aufzufallen, sondern den Linienbus in die Stadt zu integrieren. Die neue Front des E-Way sei ein perfektes Beispiel für die Gestaltungspraxis der öffentlichen Mobilität, die darauf abziele, den Stadtbus attraktiver zu machen und ihn so gut wie möglich in das Stadtbild zu integrieren, so ein Statement der Juroren. Das schlichte oder vielleicht auch einfach nur glatte Erscheinungsbild, die großen ebenen Flächen sowie die zentral angeordneten Lichtelemente sollen nach Angaben der Designer den Start der Elektromobilität zum Ausdruck bringen. Die Städte von morgen seien smart, so die Kreativen weiter. Am Puls der Zeit präsentiere sich die Fahrzeugfront des E-Way, dessen Design mit seinen Flächen dem urbanen Umfeld eine zeitgenössische und moderne Identität verleihe. Der neue Elektrobusfamilie namens E-Way wurde im Oktober 2019 auf der Busworld in Brüssel als  Midibus vorgestellt. Die Fahrzeugfront ist laut Iveco jetzt für alle Modelle der E-Way-Baureihe verfügbar. (Iveco/PM/Sr)

Teilen auf: