Daumen hoch: Der Vorstandsvorsitzende der VAG, Josef Hasler, anlässlich der Vorstellung des E-Busses. Foto: VAG

19 neue Busse hat die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg in den vergangenen Wochen geliefert bekommen und teils schon im Linieneinsatz. 17 der neuen Busse sind Diesel-Hybrid-Busse der neuen MAN-Stadtbusgeneration, elf Gelenk- und sechs Solobusse. Zwei der neuen Busse sind Elektro-Gelenkbusse von Solaris. Zur Jahresmitte kommen noch vier eSolobusse. „Wir beschaffen jährlich neue Bussen, um unsere Flotte auf dem Stand der Technik zu halten, mit Blick auf Emissionen stets noch besser zu machen und zudem unseren Kunden schöne, komfortable Fahrzeuge zu bieten. Die neuen Diesel-Hybrid-Busse verbrauchen noch weniger als ihre Vorgänger und stoßen auch dank modernster Technik wie der Start-Stopp-Automatik und einem Hybridmodul weniger Schadstoffe aus“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der VAG, Josef Hasler. „Besonders freuen wir uns über die zwei neuen eBusse, weil wir damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung eMobilität im ÖPNV gehen.“ Die VAG sammelt bereits seit März 2018 mit einem eSolobus Erfahrungen: „Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, sagt Josef Hasler. Der Bus sei zuverlässig und könne auf einem Großteil der Linien eingesetzt werden. Dennoch gebe es noch Potenzial nach oben, aber das sei bei einer neuen Technologie zu erwarten, so der Vorstandsvorsitzende. Die Nürnberger Erfahrungen decken sich mit jenen der Branche. Die VAG tauscht sich regelmäßig mit Verkehrsunternehmen aus, profitiert von deren Erkenntnissen. Die Vorteile der eMobilität im Busbetrieb liegen für Hasler auf der Hand: Sie bringt den Klima- und Umweltschutz voran und verbessert die Luft vor Ort dank lokaler Emissionsfreiheit. So profitieren alle Nürnbergerinnen und Nürnberger. Allerdings, so Hasler, wünsche er sich, dass noch mehr Menschen den ÖPNV entdecken. Nur wenn weniger Pkw bewegt werden, könne der ÖPNV sein Potenzial voll ausspielen. Einziger Wermutstropfen beim Umstieg auf eMobilität: Abgesehen von längeren Lieferzeiten sind eBusse noch immer deutlich teurer als ein moderner Euro-6-Dieselbus. 500.000 bis 600.000 Euro Investitionskosten für einen eBus stehen etwa der Hälfte für einen modernen Solo-Dieselbus gegenüber. Deshalb ist für die VAG ein Umstieg auf eBusse nur mit entsprechender staatlicher Förderung zu realisieren. „Wir sind sehr froh, dass das Land Bayern im vergangenen Jahr eingesprungen ist und uns Fördermittel für die sechs Elektrobusse zugesagt hat, nachdem es zunächst nicht gelungen war, vom Bundesumwelt- bzw. Bundesverkehrsministerium berücksichtigt zu werden. Deren Mittel waren vielfach überzeichnet. Umso mehr freuen wir uns, dass wir das Bundesumweltministerium mit unserer eBus-Strategie doch noch überzeugt haben. Für 52 eBusse bis 2022 sowie für die notwendige Ladeinfrastruktur bekommen wir Geld“, gibt der VAG-Vorstandsvorsitzende einen Ausblick. „Wir glauben fest daran, dass der eMobilität in den Städten auch im Busverkehr die Zukunft gehört. Bei der Schiene ist das seit 1897 bereits der Fall“, sagt Hasler. Voraussetzung sei aber, dass die eBusse mit regenerativ erzeugter Energie geladen werden. „Wir beziehen für die VAG seit 2012 ausschließlich Ökostrom. Ein weiterer positiver Aspekt der eBus-Strategie der VAG,“ so der Vorstandsvorsitzende. Bei Fahrgästen und Fahrern sind eBusse gleichermaßen beliebt, da sie gleichmäßig Beschleunigen und Bremsen. Die fehlenden Motorgeräusche machen das Fahren sehr angenehm. Für Fahrgäste wie andere Verkehrsteilnehmer und Anwohner. „Gute Aussichten“, findet Josef Hasler. (VAG/PM/Sr)

Nürnberg stromerte mit dem Solaris Urbino electric als Solowagen los (Foto), jetzt kamen Gelenkbusse hinzu. Foto: Huber

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