
Steeler Professional aus Polen hat einen GTO auf Sprinter-Basis im Angebot. Foto: Schreiber

Insgesamt bietet das Fahrzeug, das in drei Sicherheitszonen aufgeteilt ist, Platz für bis zu dreizehn Personen – darunter der Fahrer und zwei Bewachungskräfte. Foto: Schreiber

Für den Fall der (Not-)Fälle: Der Notaustieg ist nur von außen zu öffnen… Foto: Schreiber
Auch wenn Steeler Professional aus dem nordostpolnischen Sokółka kein klassischer Omnibushersteller ist, bei einem Rundgang auf der IAA Transportation sollte man den Aussteller mit seinem Portfolio zu den Ausstellern Omnibussen zählen. In Hannover zeigte der Fahrzeugausbauer in diesem Jahr einen speziell für den Gefangenentransport konzipierten Kleinbus auf Mercedes-Benz Sprinter-Basis, in diesem Fall mit einem 519 CDI (140kW/190PS). Seit 1995 sind die Polen im Fahrzeugbau tätig und haben sich auf Sonderfahrzeuge und Nutzfahrzeugaufbauten spezialisiert.
Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen heute knapp 200 Mitarbeiter. Mit eigenen CAD- und Konstruktionskapazitäten sowie Bereichen für Blechbearbeitung, Lasertechnik und Lackierung fertigt Steeler Professional Fahrzeuge für besondere Einsatzbereiche. Zu den Kunden und Partnern zählen nach Angaben des Unternehmens unter anderem Polizei, Grenzschutz und Streitkräfte. Die Fahrzeuge werden jeweils entsprechend den Anforderungen der Auftraggeber konzipiert und ausgebaut. Der ausgestellte kleine Gefangenentransportomnibus (GTO) sei aktuell stark nachgefragt und deshalb auf der Messe.
Wie Steeler Professional im Gespräch mit omnibus.news erläuterte, erfüllt das ausgestellte Fahrzeug die Anforderungen einer polnischen Verordnung vom 22. März 2019. Diese legt die technischen und funktionalen Anforderungen an Fahrzeuge für besondere Einsatzzwecke staatlicher Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden fest. Im Innenraum verfügt der GTO über einzelne Zellen und Sicherheitstüren. Hinzu kommen Überwachungseinrichtungen sowie eine ausbruchhemmende Konstruktion. Auch Fenster und Sichtöffnungen sind entsprechend gesichert.
Insgesamt bietet das Fahrzeug Platz für bis zu dreizehn Personen – darunter der Fahrer und zwei Bewachungskräfte. Im Heck befindet sich im Gepäckraum zusätzlich ein Notausstieg. Waffen würden gesichert mitgeführt, erklärte Steeler Professional, ohne weitere Details zu nennen. Der auf der IAA Transportation gezeigte GTO zeigt damit, dass der Sprinter nicht nur als klassischer Kleinbus, sondern auch als Basis für hochspezialisierte Fahrzeuge für staatliche Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden eingesetzt werden kann. (Steeler Professional/omnibus.news/Sr)