Roberto Leoncini, Marketing- und Vertriebschef bei Mercedes-Benz do Brasil. Foto: Daimler

Mercedes-Benz do Brasil meldet den größten Export-Auftrag innerhalb der letzten zehn Jahre: 500 Busse gehen nach Nigeria! Die ersten 200 Einheiten werden Ende August exportiert und kommen in Lagos zum Einsatz, der größten Stadt Nigerias. Bis Ende des Jahres sollen alle Busse für den städtischen Personenverkehr an das Unternehmen Coscharis Group übergeben werden. Wer schon einmal in Nigeria war, der weiß, dass die Infrastruktur in Nigeria mangelhaft ist. Die Versorgungslage ist, insbesondere Benzin, Strom- und Wasser – häufig unzureichend. Der heutige Staat basiert auf der Grenzziehung der Briten, als diese das Land in Afrika im 19. Jahrhundert kolonialisierten. 1999 wurde Nigeria endgültig demokratisiert, wobei Wahlen ab den 2010er Jahren erstmals als halbwegs fair eingestuft werden. Dass der Autoverkehr im nigerianischen Transportwesen sehr wichtig geworden ist, beweist die Tatsache, dass fast der ganze Waren- und Personenverkehr über die Straße abgewickelt wird. Jetzt bekommt das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas 500 neue Omnibusse. Nigeria versucht sich nach Jahren der Militärdiktatur an seiner Demokratisierung und wirtschaftlichen Entwicklung. Nigeria konnte bisher seine reichen Erdölvorkommen nicht zur erfolgreichen Armutsbekämpfung nutzen. Korruption, Gewalt und ethnische Konflikte sind die Haupthemmnisse, um Nigerias Bevölkerung ein besseres Leben zu ermöglichen. Spätestens seit der Fußballweltmeisterschaft 2018 ist Nigeria vielen Menschen ein Begriff, denn die Nigerianer hätten die Argentiniern fast um den Einzug ins Achtelfinale gebracht. Einen sprichwörtlichen Volltreffer hat Roberto Leoncini, Marketing- und Vertriebschef bei Mercedes-Benz do do Brasil, mit dem Großauftrag über 500 Omnibusse für Nigeria geschossen. Welche Aufbauten genau nach Nigeria geliefert werden, hat Daimler nicht mitgeteilt. Im Bild mit Roberto Leoncini ist ein von Marcopolo S.A. aufgebauter Reisebus vom Typ Paradiso zu sehen. Diese Kombination nutzt Daimlers brasilianische Tochtergesellschaft immer wieder, um erfolgreich Busse in rund 50 Länder auf verschiedenen Kontinenten zu exportieren, darunter auch nach Afrika und den Mittleren Osten. Mercedes-Benz do Brasil liefert die technische Basis, Marcopolo fertigt dann die Busse.

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