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Zwei chinesische Elektro-Gelenkbusse von CRRC fahren in Graz. Foto: Schreiber

Zwei chinesische Elektro-Gelenkbusse von CRRC fahren in Graz. Foto: Schreiber

Holding Graz Vorstände Barbara Muhr und Wolfgang Malik mit CRRC-Präsident Gu Yifeng (Mitte). Foto: Holding Graz

Holding Graz Vorstände Barbara Muhr und Wolfgang Malik mit CRRC-Präsident Gu Yifeng (Mitte). Foto: Holding Graz

Neben den großen Marken versammeln sich vor allem die mittleren und kleinen Omnibus-Hersteller auf der IAA in Halle 11, um ihre Fahrzeuge zu zeigen. Auch in diesem Jahr gab es hier wieder etwas zu entdecken: Die China South Locomotive & Rolling Stock Corporation Limited (CRRC) stellte hier einen Elektro-Gelenlbus aus, der ab Herbst im Rahmen eines Pilotprojekts in Graz auf der Linie 34E unterwegs sein wird. Der Vertrag zwischen der Holding Graz und der Hungary CRE New Energy Equipment Co. Kft., einer Tochterfirma der chinesischen CRRC sieht vor, dass das Unternehmen der Holding Graz im Zuge eines Pilotprojekts zwei Elektrobusse plus Ladeinfrastruktur für ein Jahr kostenlos zur Verfügung stellt. Der staatseigene Konzern aus China will den europäischen Markt nicht mit Lokomotiven, sondern zunächst mit Elektrobussen erobern und sieht in dieser Vorgehensweise die Möglichkeit, auf die Elektrobusse und den Konzern aufmerksam zu machen. Seitens der Holding Graz werden für dieses Pilotprojekt nur die Kosten für Stromanschlüsse, Strom sowie diverse Umbaumaßnahmen an den Haltestellen übernommen. Die Österreicher sind ganz zuversichtlich, dass der elektrobus problemlos läuft, denn die in Ningbo produzierten fahrzeuge sind bereits in fünf chinesischen Städten erfolgreich im ÖPNV unterwegs. Außerdem stünde ein Konzern mit Erfahrung hinter dem Produkt, welches eigens für Europa auf die Räder gestellt wurde. Qualitativ und technisch wollen die Chinesen auf jeden Fall glänzen: Der Elektromotor besitzt eine Dauerleistung von 150 kW und eine Peakleistung von 250 kW, wie dem technischen Datenblatt zum Bus von CRRC zu entnehmen ist. Gespeichert wird die Energie in Supercaps sowie Lithium-Titanat-Batterien. Der für über fünf Kilometer reichende Energievorrat ist groß genug, um den Elektrobus problemlos auf der ganzen Linie 34E fahren zu lassen. Wichtigster Teil der chinesischen Elektrobusse sind Superkondensatoren mit einer Lebensdauer von über zwölf Jahren. Im Normalfall kann der Kondensator mehr als eine Million Mal aufgeladen werden. Zum weiteren Ausbau der Elektromobilität in Graz laufen Gespräche mit zahlreichen internationalen Anbietern, Projekte zur Integration von multimodaler Mobilität im urbanen Raum wie etwa die „Multimodalen Knoten“ seien bereits  in der Finalisierungsphase, so die Österreicher. Mit rund 114 Millionen Fahrgästen haben die Fahrer und Fahrerinnen der Holding Graz Linien in den 90 Straßenbahnen und rund 170 Linienbussen sowie der Schloßbergbahn im vergangenen Jahr so viele Passagiere wie nie zuvor befördert. Auf den Tag umgerechnet bedeutet das, dass das Unternehmen täglich einmal die ganze Stadt Graz befördert.

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