Isbrand Ho verkündete auf der Busworld 2019 die Marktführerschaft im Bereich der Elektrobusse in Europa. Foto: Schreiber

Keiner hat mehr Elektrobusse ausgeliefert und in Europa auf der Straße als BYD. Auf der Busworld in Brüssel verkündete Isbrand Ho, Managing Director von BYD Europe, dass sich mit der Bogestra auch ein erster deutscher Verkehrsbetrieb für Elektrobusse von BYD entschieden hat. Es könnte nicht besser laufen. Doch in der Heimat hat BYD jetzt eine Gewinnwarnung herausgegeben: Für 2019 erwartet BYD einen Rückgang des Gewinns um 43 Prozent. Der Grund ist schnell gefunden: Die chinesische Regierung hat die Subventionen für New Energy Verhicle (NEV) gekürtzt, so dass auch Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride von BYD weniger gekauft wurden. Allein im dritten Quartal sank der Umsatz von BYD um 9,17 Prozent und der Gewinn um 88,6 Prozent, wie aus den vorläufigen Quartalsergebnissen hervorgeht. Der Umsatz lag noch bei 31,64 Milliarden Yuan (rund vier Milliarden Euro), als Gewinn pronostizieren die Chinesen netto nur noch 119,72 Millionen Yuan (15,26 Millionen Euro). Im entsprechenden Vergleichsquartal des Vorjahres sah es deutlich besser aus, da wurden noch über 1,2 Milliarden Yuan gemeldet. Insgesamt habe BYD im dritten Quartal noch 107.723 Fahrzeuge abgesetzt, was ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. „Da die Subventionen für New Energy Vehicles stark sinken, bleiben die Verkäufe der NEV hinter den Erwartungen zurück“, schreibt BYD in einer Mitteilung an die Anleger und die Börse. Und weiter: „Es wird erwartet, dass auch der Gewinn des Neugeschäfts mit NEV im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in gewissem Maße sinken wird.“ Als Gewinnerwartung für das Gesamtjahr 2019 meldet BYD nun 1,58 bis 1,77 Milliarden Yuan, was etwa 201 bis 225 Millionen Euro entspricht. 2018 lag der Gewinn noch bei 2,78 Milliarden Yuan. Während der Busbereich relativ gut läuft, schwächelt der Pkw-Bereich von BYD. Hier hat der Wettbewerb aufgeholt, wie Analysten urteilen.

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