Zum 20. Geburtstag steht der “HafenBus” coronabedingt im Depot. Foto: Gross

Von Berlin an die Küste: Der Cabrio-Doppeldecker als “HafenBus”. Foto: bremerhaven.de

Auch ein Doppeldecker von Neoplan wurde in Bremerhaven als “HafenBus” eingesetzt. Foto: BIS Touristik

Bitter: Gerade im Jubiläumsjahr darf der in Bremerhaven so beliebte “HafenBus” nicht fahren. Den Grundstein für die rollende Erfolgsgeschichte legte der damalige Tourismuschef Hennig Goes, der in Bremerhaven liebevoll auch „Mr. Sail“ genannt wird. Er hatte die Idee, führte 2001 den “HafenBus” ein, um Besuchern den Blick auf die dicken Pötten, die riesigen Containerschiffe, zu ermöglichen. Alles begann mit einem in Berlin ausrangierten Bus. Mehrere Versuche privater Anbieter wurden immer wieder eingestellt, unter der Regie der stadteigenen Tourismusabteilung entpuppte sich der Hafenbus dann aber als Erfolgsmodell: Rund 30.000 Menschen besteigen jährlich den Doppeldeckerbus, um sich von kundigen Gästeführer live über das aktuelle Hafengeschehen informieren zu lassen. „Wir sind den Terminalbetreibern bis heute sehr dankbar, dass wir den exklusiven Zugang auf die Kajen bekommen haben und damit Bremerhavens Welthäfen auf eine deutschlandweit einmalige Weise vorstellen können“, erklärt Dr. Ralf Meyer,  Geschäftsführer der Bremerhavener Tourismusgesellschaft , das Geheimnis des Erfolgs. Gut anderthalb Stunden gibt es Ein- und Ausblicke, so werden in Bremerhaven die meisten Autos umgeschlagen und natürlich unzählige Container verschifft. Man erlebt aus dem “HafenBus” die langbeinigen Van-Carrier, die scheinbar wie von Geisterhand gesteuert über die schier endlosen Flächen mit hoch aufgestapelten Containern fahren um genau den aufzunehmen, der für das an der Kaje liegende Schiff bestimmt ist. Und was die Container im innern verbergen, verrät der Gästeführer natürlich auch! Die Rundfahrt startet am Deutschen Schifffahrtsmuseum, geht durch die Stadt, durch die “Havenwelten” entlang der vielen Museen und mitten durch Bremerhavens Häfen. Wer Glück hat, erblickt sogar das eine oder andere Kreuzfahrtschiff – natürlich gibt es auch hier entsprechende Informationen über das Reiseziel und die Künstler an Bord. Auch wenn das Thema der Werften in Bremerhaven aktuell nicht mehr so von Bedeutung ist, bei der Fahrt durch das Hafengebiet wissen die Gästeführer aber auch Entsprechendes aus der Blütezeit zu berichten. Besonderes Interesse zeigten die Fahrgäste zuletzt bei den Offshore-Windanlagen, deren Turmsegmente und Rotorblätter mit dem Doppeldecker ganz nah erlebbar werden. Die unterhaltsamen Live-Kommentare an Bord des “HafenBusses” sind es, die die Tour neben dem exklusiven Zugang ins Sperrgebiet zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Zusätzlich zur planmäßigen Rundtour werden auch Charterfahrten angeboten. Nachdem zuletzt noch maximal 60 Fahrgäste im Doppeldecker auf zugewiesenden Plätzen – natürlich unter Einhaltung der Maskenpflicht – an Bord durften, steht der “HafenBus” nun coronabedingt seit November im Depot der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven Bus. (ErlebnisBremerhavenGmbH/PM/Sr)

 

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