Daimler Buses baut auf Basis des S 415 LE einen G-ITW für das Deutsche Rote Kreuz. Foto: Daimler

Auf der Jahrespressekonferenz von Daimler Buses war es schon ein Thema, jetzt gibt es über unterschiedliche Kanäle in den sozialen Medien weitere Informationen zu einem weiteren Sonderausbau auf Omnibus-Basis, die in Zeiten einer Covid-19-Pandemie den vielen Helfern im Gesundheitswesen den Alltag erleichtern können. Aktuell lässt Daimler Buses den Blick hinter die Kulissen des Umbaus eines Setra S415 LE in eine mobile Intensivstation für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zu. Die normalerweise 43 Sitze an Bord des Überlandbusses wurden ausgebaut, um Platz für insgesamt vier Intensivbetten zu schaffen. An jedem Bett befindet sich zudem noch ein Sitz für die medizinische Begleitperson. Insgesamt können sieben Personen die Fahrt begleiten, im Heckbereich gibt es weitere drei Sitzplätze. In der esten Lockdownphase hatte Daimler Buses am Standort Neu-Ulm in nur drei Wochen einen ersten Linienbus in ein Spezialfahrzeug für die Verlegung von COVID-19-Patienten umgebaut. Der Mercedes-Benz Citaro als größter Intensivtransportwagen in Deutschland hatte seine Premiere beim DRK-Rettungsdienst Heidenheim-Ulm gGmbH. Das Universitätsklinikum Ulm unterstützte damals sofort das Projekt und stellte das ärztliche Fachpersonal bereit. Mit an Bord waren sofort auch die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die Fahrer und Wartungspersonal zur Verfügung stellten. „Aktuell sind es unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die unentwegt im Einsatz sind und unseren besonderen Respekt verdienen. Ich freue mich daher, dass wir das DRK mit der Bereitstellung von Transportkapazitäten unterstützen können. Als Omnibusproduzent wollen wir lokal unseren Beitrag bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie leisten. Diverse Aktivitäten am Standort Neu-Ulm zeigen, dass es auch in dieser Zeit gute Initiativen und Herangehensweise unserer Kolleginnen und Kollegen gibt“, erklärte Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses im April 2020. Um die vielerorts notwendigen Intensivtransportkapazitäten zu steigern, hatte David Richter, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdiensts Heidenheim-Ulm, die Idee, einen Bus entsprechend umzubauen. Daimler Buses konnte eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung zusichern. Bereits nach wenigen Tagen stand ein Vorführwagen aus dem Bestand von Daimler Buses zum Umbau bereit. Ein Team aus 12 Mitarbeitern der Neu-Ulmer Omnibusproduktion hat den Bus in nur 15 Arbeitstagen zu einem Großraum-Intensivtransportwagen (G-ITW) umgerüstet. Der Umbau und die Bereitstellung der medizinischen Ausstattung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem DRK-Rettungsdienst. „Der Großraum-Intensivtransportwagen versetzt den DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm gemeinsam mit den Ärzten des Universitätsklinikums Ulm in die Lage, sehr effizient Kliniken zu entlasten, bei welchen die Intensivbetten knapp werden. Und dies nicht nur im Bereich Ulm/Neu-Ulm sondern regions- und länderübergreifend“, so David Richter, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdiensts Heidenheim-Ulm. Und Prof. Dr. Kühlmuß, ärztlicher Verantwortlicher des DRK-Rettungsdienstes, ergänzte damals: „Was sonst Monate und Jahre dauert, wurde gemeinsam mit Daimler Buses in beispielloser Art und Weise innerhalb von Wochen umgesetzt. Dabei geht es hier nicht nur um einen Bus, sondern um ein effizientes Verlegungs- beziehungsweise Entlastungskonzept. Dies ist aus meiner Sicht nur mit einer solchen Transportkapazität möglich.“ Rollende Basis des ersten Umbaus was ein Mercedes-Benz Citaro aus dem Jahr 2019. Nun hat sich das Team in Neu-Ulm einen Überlandbus der Marke Setra vorgenommen. Weitere Details folgen, sobald das Fahrzeug einsatzbereit ist. (Daimnler/DRK/EvoBus/PM/Sr)

Blick in den Innenraum des Großraum-Intensivtransportwagen (G-ITW) auf Basis des Citaro von Mercedes-Benz, der im Frühjahr 2020 auf die Räder gestellt wurde. Foto: Daimler

Teilen auf: