Symbolische Schlüsselübergabe für die fünf Scania Citywide Hybridbusse bei RVE in Zschopau. V. li.: Rico Ott, Aufsichtsratsvorsitzender RVE, Roland Richter, Geschäftsführer RVE, Luc Moulin, Direktor Verkauf Busse, Scania Deutschland Österreich, Jens Ludwigkeit, Key Account Manager Bus & Coach, Scania Deutschland Österreich. Foto: Scania

Scania hat die ersten Hybridbusse in Deutschland ausgeliefert. Die Regionalverkehr Erzgebirge GmbH, RVE, in Annaberg-Buchholz stellte fünf Scania Citywide Hybrid Low Entry in den Dienst. Die Zwölf-Meter-Busse kommen inzwischen auf verschiedenen Linien im gesamten Erzgebirgskreis zum Einsatz. „Es muss heute nicht immer ein vollelektrischer Stadtbus sein. Auch Busse mit Hybridtechnik können beim Kraftstoffsparen helfen und die CO2-Bilanz eines Unternehmens verbessern“, erklärt Luc Moulin, Direktor Verkauf Busse bei Scania Deutschland Österreich. „Mit dem Scania Citywide Hybrid haben wir eine zukunftsweisende Alternative für den Überlandverkehr auf die Straße gebracht, die im großen Stil Kraftstoff spart. Wir freuen uns, für die ersten Hybridbusse in Deutschland ein Busunternehmen gewonnen zu haben, das mit seiner eigenen Werkstatt gleichzeitig ein wichtiger Scania Servicepartner ist“, so Moulin. Die Busse seien in der Anschaffung zwar etwas teurer, können aber Treibstoffkosten von bis zu 20 Prozent und mehr einsparen. „Die Hybridbusse haben für uns Leuchtturmcharakter. Jetzt hält bei RVE die Elektromobilität Einzug. Damit verjüngen wir unsere Busflotte, sparen Treibstoff und verbessern unseren ökologischen Fußabdruck“, sagte RVE-Geschäftsführer Roland Richter bei der Übergabe in Zschopau. Die fünf Scania Citywide Busse basieren auf dem Parallel-Hybrid-Konzept, verfügen über Diesel- und Elektromotor und können zeitweise auf den vollelektrischen Modus umschalten.  „Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen haben wir in die Scania Hybridtechnik investiert. Die Busse sollen mehr als 20 Prozent sparsamer sein als herkömmliche Dieselfahrzeuge. Tests mit einem Citywide Hybrid auf unseren Linien haben Treibstoffeinsparungen in dieser Größenordnung bestätigt“, resümiert Sören Wünsche, Leiter Technik bei RVE. Ausschlaggebend für die Anschaffung war eine Förderung durch den Freistaat Sachsen in Höhe von 70 Prozent der Mehrkosten für die Hybridtechnik. Hinzu komme, dass die Fahrzeuge von der RVE-eigenen Scania Vertragswerkstatt in Zschopau repariert und gewartet werden können. Die neuen Busse sollen vor allem auf den kilometerintensiven Plus-Bus-Linien mit verkürzter Taktzeit laufen. Zwischen 40.000 und 80.000 Kilometer Laufleistung im Jahr kommen pro Bus beim Regionalverkehr Erzgebirge zusammen. Bei einer Einsparung von 6 bis 8 Litern Diesel je 100 Kilometer sollen sich die real aufzubringenden Mehrkosten für den Verkehrsbetrieb selbst im ungünstigsten Fall schon nach 4,5 bis 5 Jahren amortisiert haben. Um die Verbräuche und Einsparungseffekte jederzeit im Blick zu haben, sind sämtliche Scania Hybridbusse mit Scania Telematik ausgestattet. Die Blackbox im Fahrzeug, der Scania Communicator, bildet das Bindeglied zu den Scania Fleet Management Services. Mit der Software hat RVE sämtliche Telemetriedaten sofort in Echtzeit verfügbar. Sollte sich das bisher erzielte Einsparungspotenzial langfristig manifestieren, zieht RVE in 2020 die Anschaffung weiterer Hybridbusse in Erwägung. Für dieses Jahr sind noch 20 neue Niederflurbusse beantragt. Der Regionalverkehr Erzgebirge fungiert als moderner Mobilitätsdienstleister im Erzgebirge und stellt mit 650 Mitarbeitern den ÖPNV in der Region sicher. Das 1991 gegründete Unternehmen mit Sitz in Annaberg-Buchholz betreibt an neun Standorten insgesamt 265 eigene Busse, die täglich auf 139 Linien unterwegs sind. Das gesamte Liniennetz umfasst 2.900 Kilometer auf denen rund 14 Millionen Fahrgäste im Jahr befördert werden. (Scania/PM/Schreiber)

Regionalverkehr Erzgebirge GmbH, RVE, in Annaberg-Buchholz stellte fünf Scania Citywide Hybrid Low Entry in den Dienst. Foto: Scania

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