Landrat Günter Rosenke (6.v.r), Aufsichtsratsvorsitzender der RVK, konnte auf der JIVE-Kickoff-Veranstaltung in Köln zahlreiche Experten aus ganz Europa begrüßen. Foto: RVK

Europas größtes Brennstoffzellen-Busprojekt ist in Köln gestartet: 140 Busse, neun Städte und sieben Wasserstoff-Tankstellen stehen für das bislang größte EU-Gemeinschaftsprojekt im Bereich Brennstoffzellen-Busse. Im Rahmen des Projekts Joint Initiative for hydrogen Vehicles across Europe (JIVE) werden ab 2018 rund 140 Fahrzeuge beschafft. Und im Rahmen des Projekts Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure (MEHRLIN) wird der Bau von sieben Wassersofftankstellen für Busse gefördert.  Die Größenordnung der Projekte wird es europäischen Busherstellern ermöglichen, ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen und Skaleneffekte zu erzielen, die erforderlich sind, damit Brennstoffzellenbusse mit anderen Nullemissionskonzepten des öffentlichen Verkehrs preislich konkurrieren können. Ebenso wird das Projekt zeigen, wie Wasserstoff-Tankstellen mit großen täglichen Bedarfen wirtschaftlich umsetzbar sind, was den Betreibern und Anlagenherstellern wertvolle Erkenntnisse liefert und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Brennstoffzellenbusse im ÖPNV demonstriert. Das JIVE-Projekt basiert auf der Zusammenarbeit von Verkehrsunternehmen, die gemeinsam die Busse und Tankstellen von europäischen Lieferanten beziehen möchten. Die Busse sollen in fünf europäischen Ländern in folgenden Städten und Regionen eingesetzt werden: Region Köln, Wuppertal und Rhein-Main-Gebiet in Deutschland, London, Birmingham, Dundee und Aberdeen im Vereinigten Königreich, Südtirol in Italien, Riga in Lettland und Slagelse in Dänemark. Das MEHRLIN-Projekt soll ein neues, nachfrageorientiertes kommerzielles Modell für den Einsatz von Wasserstofftankstellen demonstrieren. Das Projekt beinhaltet eine Studie über den realen Betrieb von Großwasserstofftankstellen an sieben verschiedenen Standorten: in Deutschland (Hürth, Wermelskirchen und Wuppertal), Italien (Bruneck / Brunico), den Niederlanden (Oude Tongue – Süd Rotterdam) und Großbritannien (London und Birmingham). Alle Stationen befinden sich auf den europäischen TEN-T-Kernnetzkorridoren. Die Studien konzentrieren sich auf die Finanzierung von Stationen sowie auf technische, ökologische, ökonomische und regulatorische Aspekte von Wasserstofftankstellen. Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen und Aufsichtsratsvorsitzender der RVK: “Hier im Kölner Raum setzt die RVK seit 2011 Brennstoffzellen-Hybridbusse ein und ist damit ein Vorreiter in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des gestarteten Projektes beabsichtigen wir, unsere Brennstoffzellenbusflotte um weitere 30 dieser Busse zu erweitern und damit eine der größten Wasserstoffbusflotten in Europa zu etablieren. Dies ist ohne Zweifel eine riesige Leistung, die ohne die Hilfe unserer starken Partner nicht möglich wäre. Ich möchte daher der EU-Fördereinrichtung und allen Projektteilnehmern aus dem ganzen Kontinent danken.”

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