Der Linienbus der Oberhausener Verkehrsbetriebe STOAG mit Werbung der Kinderhilfsorganisation. Foto: Friedensdorf e.V.

Der Friedensdorf-Bus 87-fach verkleinert. Foto: Friedensdorf e.V.

Wenn man im Oberhausener Stadtgebiet unterwegs ist, sieht man regelmäßig einen blauen Linienbus durch die Straßen fahren – bunt beklebt mit Bildern, die einen kleinen Einblick in die Arbeit von Friedensdorf International geben. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Friedensdorf International wurde vor etwa zwei Jahren ein Linienbus der Oberhausener Verkehrsbetriebe STOAG mit Werbung der Kinderhilfsorganisation beklebt. “Wir sind der STOAG sehr dankbar, dass der Friedensdorf-Bus bis heute im Oberhausener Nahverkehr präsent ist und damit auch lange über die vereinbarte Zeit hinaus auf unsere Hilfe für schwer kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam macht. Das zeigt uns, wie wichtig der Bus auch der STOAG ist. Auch als der Bus im letzten Jahr einen kleinen Unfall hatte, ließ die STOAG ihn so schnell wie möglich reparieren”, erzählt Thomas Jacobs, Leiter von Friedensdorf International. Friedensdorf International hilft seit 1967 schwer verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Die Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Deutschland geholt und in bundesweiten Kliniken versorgt. Die weltweite Projektarbeit des Friedensdorfes verbessert die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern. Das Friedensdorf Bildungswerk fördert mit seiner friedenspädagogischen Arbeit soziales Bewusstsein und Engagement. Die Arbeit von Friedensdorf International wird nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das DZI-Spendensiegel. Den Linienbus mit der Friedensdorf-Werbung kann man ab Mai nicht nur im Oberhausener Stadtgebiet sehen, sondern sich als Modellbus auch in das heimische Regal stellen. Die Firma Rietze hat den Bus jetzt als Modell produziert, das ab sofort im bundesweiten Fachhandel erhältlich ist. “Wir freuen uns sehr über die Initiative von Herrn Hofmann von Menzels Lokschuppen und sind auch ein wenig stolz, dass die Firma Rietze sich dazu entschlossen hat, unseren Friedensdorf-Bus als Modell zu produzieren. Auch im Online-Shop von Friedensdorf International werden etwa 300 Stück erhältlich sein, deren Erlös unserer Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zugutekommt”, sagt Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs. Auf die wertvolle Unterstützung der STOAG kann sich Friedensdorf International bereits seit über 20 Jahren verlassen. 1998 erhielt die Kinderhilfsorganisation angesichts einer sehr angespannten finanziellen Lage über die Stadt Oberhausen und den damaligen Oberbürgermeister Burkhard Drescher erstmals Hilfe der STOAG. Zu Werbezwecken wurde ein Linienbus kostenlos von drei Seiten mit den Plakaten “Programm für den Frieden” versehen. Einige Monate später erschienen von der Firma Wiking als Werbeartikel eigene Modell-Busse, die mit Friedensdorf-Schriftzug und integrierter Lichtanlage versehen waren. Die Jungfernfahrt des STOAG-Linienbusses mit Friedensdorf-Werbung fand im Juli 1998 anlässlich des 18. Angola-Hilfsfluges zum Brüsseler Flughafen statt. Darüber hinaus erledigt die STOAG die Fahrten zwischen dem Düsseldorfer Flughafen und dem Friedensdorf in Oberhausen, wenn die kleinen Patienten ankommen oder genesene Kinder nach Hause fliegen. Viermal im Jahr – also zu allen großen Hilfsflügen – stellt die STOAG dafür zwei bis drei große Gelenkbusse zur Verfügung. Die Busfahrer sind zu diesen besonderen Fahrten ehrenamtlich tätig und das Unternehmen stellt Friedensdorf International keine Fahrtkosten in Rechnung. Auch für gemeinsame Ausflüge der Friedensdorf-Kinder oder andere Sonderfahrten stehen die STOAG-Mitarbeiter mit ihren Bussen bereit. “Für diese unschätzbare Unterstützung ist das Friedensdorf der STOAG sehr dankbar, denn sie erleichtert den finanziellen und logistischen Aufwand der Hilfsflüge enorm”, so Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs.

 

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