Das ist er wieder, der Flickenteppich… Foto: BDO

Juni 2020: Endlich! Mit Baden-Württemberg und Thüringen erlaubten auch die letzten beiden Bundesländer wieder das Reisen mit dem Bus. Der bundesweite Flickenteppich gehörte ab 13. bzw. 15.6. der Vergangenheit an – wobei dies nur für die unterschiedlichen Starts gilt. Nach wie vor gab es in den Bundesländern unterschiedliche Auflagen. So etwas sollte nicht noch einmal vorkommen, da waren sich Politiker und Verbände im Nachgang nach dem 1. Lockdown einig. Und jetzt? Ein Jahr später ist er wieder da, Flickenteppich die 2te! Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) hat am 27. Mai 2021 sein aktuelles Konzept für den verantwortungsbewussten Restart der Reisebusbranche vorgelegt. Darin wird detailliert aufgezeigt, unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen Busreisen nach mehrmonatigen Fahrverboten bestmöglich durchgeführt werden können. Neben konkreten Hinweisen zu den Corona-gerechten Abläufen in allen Phasen einer Busreise, gehört auch ein umfassendes Hygienekonzept zu dem vorgestellten Katalog. Erarbeitet wurde das Konzept vom BDO-Fachausschuss für Touristik in mehreren Sondersitzungen in den zurückliegenden Wochen. Mit den Vorschlägen liefert der bdo eine passende Grundlage für die Wiederaufnahme des Reisebusverkehrs, wie er aktuell in mehreren Bundesländern angestoßen beziehungsweise beschlossen wurde. Vor dem Hintergrund eines erneuten Flickenteppichs mit vielen verschiedenen Regelungen in den 16 Bundesländern appelliert der BDO nachdrücklich, eine bundesweit einheitliche Regelung für die Branche zu schaffen. Nur so ist ein echter Restart möglich, da andernfalls bürokratische Hürden, ein massiver Organisationsaufwand und die Verunsicherung der Kundinnen und Kunden die Durchführung von Fahrten praktisch unmöglich machen würden. „Nach 14 Monaten Corona-Pandemie und anhaltenden Fahrverboten brauchen und verdienen die Bustouristik-Unternehmen jetzt schnell bundesweit verlässliche Regelungen. Diese sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Branchen-Restart – im Interesse von Fahrgästen, Beschäftigten und Unternehmen – sinnvoll und nachhaltig gestaltet werden kann“, sagte BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard zum derzeitigen Flickenteppich mit zig verschiedenen Regelungen in den einzelnen Bundesländern. „Wir freuen uns sehr über die Initiativen vieler Bundesländer, die das Startsignal bereits gegeben oder angekündigt haben. Nicht akzeptabel ist für uns jedoch, dass es offensichtlich keine Abstimmung zwischen den Bundesländern gibt. Der nun bestehende Flickenteppich (siehe Grafik) übertrifft all unsere Befürchtungen. Ohne deutschlandweit verlässliche Bedingungen und die damit verbundene Planbarkeit wird es Unternehmen kaum möglich sein, wirklich wieder Fahrten für ihre Kundinnen und Kunden anzubieten.“ Zur aktuellen Perspektive der Reisebusbranche ergänzte Christiane Leonard: „Das Infektionsgeschehen zeigt seit Wochen eine überaus positive Entwicklung auf. Und es ist überdeutlich zu spüren, dass die Menschen in Deutschland wieder reisen wollen. Unser Restart-Konzept bildet die Grundlage dafür. Die ständige Diskriminierung des Busses, der als einziges Verkehrsmittel über Monate mit einem Komplettverbot belegt wurde, muss endlich enden. Es ist Zeit für einen umfassenden Reisebus-Restart in ganz Deutschland.“ (BDO/PM/Sr)

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