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Die FIAA 2026 zeigt einen Busmarkt im Wandel. Die 16. Ausgabe findet vom 22. bis 24. September 2026 in Madrid statt. Mit 110 Ausstellern und einem Plus von 50 Prozent bei der internationalen Beteiligung ist die Messe internationaler aufgestellt als die vorherige Ausgabe. Was ist neu, welche Trends sind zu sehen? Hier ein erstes kurzes Messetelegramm. Mehr zu allen Ausstellern und den Omnibussen in den nächsten Meldungen in den nächsten Tagen hier auf omnibus.news. Was die wichtigsten Punkte nach einem ersten Messerundgang?

Auf der FIAA Madrid 2026 präsentierte Iveco Bus einen kleinen Stromer unterhalb des eDaily und besetzt ein neues Segment. Foto: omnibus.news

Auffällig ist zudem die wachsende Bedeutung kompakter Fahrzeuge für Shuttle-, On-Demand- und regionale Verkehre. Eine der auffälligsten Premieren ist der eFLEXY Line von Iveco Bus. Der kompakte Elektrobus erweitert das Angebot nach unten und richtet sich an Linien-, Shuttle-, Überland- und bedarfsgesteuerte Verkehre. Parallel hat Iveco Bus mit dem Crossway ELEC längst den Sprung und die Elektrifizierung des klassischen Überlandsegments gewagt. Iveco Bus zeigt auf der FIAA ein breites Spektrum vom kompakten bis zum großen Elektrobus.

Das bekannte OC-500-Konzept ist jetzt mit neuer 48-V-Mildhybridtechnik lieferbar. Foto: omnibus.news

Daimler Buses zeigt mit dem Mercedes-Benz eIntouro M den ersten elektrischen Überlandbus der Marke. Damit wird die Elektromobilität auch für einen Bereich interessant, der traditionell stark von Dieselantrieben geprägt ist. Daneben präsentiert Daimler Buses den eCitaro mit der neuesten Batteriegeneration sowie ein neues der in Spanien gefertigten Chassis: Das bekannte OC-500-Konzept ist jetzt mit neuer 48-V-Mildhybridtechnik lieferbar. Daimler Buses bietet daneben auch den OC 500 LE 1930 Hybrid als Low-Entry-Variante an, zeigt auf der FIAA aber konkret den RF 1936 Hybrid. 

Solaris zeigte auf der FIAA 2026 einen Urbino 15 LE electric. Foto: omnibus.news

Solaris bringt mit dem Urbino 15 LE electric einen dreiachsigen Elektrobus nach Madrid. Länge läuft, besonders in Spanien ist der MArtk der 13 und 15m-Fahrzeuge starkt ausgepägt. Der knallgrüne Urbino am Messestand von Solaris ist für den Überlandverkehr konzipiert und zeigt, dass auch für den polnischen Bushersteller unter dem Dach der spanischen CAF-Group die Elektrifizierung nicht bei den klassischen 12-Meter-Stadtbussen endet. Gerade bei Linien mit höherem Fahrgastaufkommen und größeren Entfernungen sind Reichweite, Batteriekapazität und Ladeplanung entscheidend. 

Karsan setzt in Madrid auf E-Mini und E-LowEntry. Foto: omnibus.news

Karsan zeigt in Madrid eine komplette elektrische Modellfamilie. Sie reicht vom e-JEST über den e-ATAK bis zum e-ATA 12 LE. Der e-JEST bietet Platz für bis zu 19 Fahrgäste und verfügt über eine 105,6-kWh-Batterie. Der e-ATAK kommt auf bis zu 46 Plätze und 264 kWh. Der zwölf Meter lange e-ATA 12 LE ist als Klasse-II-Low-Entry-Bus ausgelegt und kann bis zu 75 Fahrgäste aufnehmen; seine Batterie hat eine Kapazität von 528 kWh. Damit zeigt der türkische Bushersteller deutlich, was der spanische MArkt aktuell verlangt: Neben kleinen Stromern auch LowEntry-Linienbusse im 12m Segment.

Mit der neuen ieTram efficent hat Irzar noch einmal ordentlich nachgelegt… Foto: omnibus.news

Irizar präsentiert in Madrid erstmals die Plattform des 15 Meter langen i3 electric. Damit zielt der spanische Hersteller auf ein Segment, in dem bislang vor allem konventionelle Reise- und Überlandbusse eingesetzt werden. Daneben zeigt Irizar den ie tram Efficient und stellt seine Strategie zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks sowie zur Kreislaufwirtschaft vor. 1,4 Tonnen abgespeckt hat der ikonische Elektrobus im Straßenbahndesign. Das erhöht die Reichweite, die Basken versprechen mindestens 400 km.

Der Reisebus G8 der neuen Generation von Marcopolo wird ab 2027 auf dem europäischen Markt angeboten werden. Foto: omnibus.news

Nicht jede Neuheit der FIAA 2026 ist elektrisch. Marcopolo zeigt in Madrid erstmals den neuen Paradiso G8. Der Reisebus der neuen Generation wird ab 2027 auf dem europäischen Markt angeboten werden. Und: Marcopolo will in Europa dafür eine lokale Fertigung aufbauen. Die brasilianische Premiere zeigt: Auch im Reisebussegment geht es nicht allein um den Antrieb, sondern weiterhin um Effizienz, Komfort und die Optimierung des Gesamtfahrzeugs.

Mit dem C12E bringt Farizon einen vollelektrischen Bus nach Madrid. Die Marke gehört zur Geely Holding Group und will ihre Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen. Foto: omnibus.news

Mit dem C12E bringt Farizon einen vollelektrischen Bus nach Madrid. Die Marke gehört zur Geely Holding Group und will ihre Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen. Noch interessanter ist der angekündigte nächste Schritt: Farizon plant einen 13 Meter langen Low-Entry-Bus für den Überlandverkehr mit einer Batteriekapazität von bis zu 512 kWh. Damit wird deutlich, dass chinesische Hersteller alle Segmente auf den europäischen Markt bedienen können.

Masats hat das auf der Busworld vorgestellte „Artificial Intelligence Door Access“-System gemeinsam mit Betreiber weiterentwickelt. Foto: omnibus.news

Masats hat das auf der Busworld vorgestellte „Artificial Intelligence Door Access“-System gemeinsam mit Betreiber weiterentwickelt. Es kombiniert Kameras, Bilderkennung und KI, um zu erkennen, ob ein Fahrgast beim Einstieg besondere Unterstützung benötigt. Wird beispielsweise ein Rollstuhlfahrer oder ein Fahrgast mit Sehbehinderung erkannt, kann die Tür automatisch entsprechend reagieren und – je nach Ausführung – die Rampe ausfahren. Auf der FIAA 2026 zeigt Masats AIDA zusammen mit der neuen 028d-Schiebetür und der Dual-RD1-Rampe.

Indcar zeigt unter anderem die neue Generation des Spica. Foto: omnibus.news

Auch bei den spanischen Karosseriebauern, obgleich nicht alle auf der FIAA 2026 vertreten waren, wie beispielsweise das Fehlen von Beulas zeigt, geht die Entwicklung weiter. Indcar zeigt unter anderem die neue Generation des Spica. Neben Design, Komfort, Technologie und Sicherheit steht dabei die Effizienz im Mittelpunkt. Indcar gibt für die neue Generation eine Gewichtsreduzierung von rund drei Prozent an. Gerade bei kleineren Fahrzeugen habe jedes eingesparte Kilogramm Auswirkungen auf Nutzlast und Energieverbrauch, so Indcar.

Temsa zeigt den vollelektrischen Stadtbus Avenue Neo. Foto: omnibus.news

Temsa bringt zwei unterschiedliche Konzepte nach Madrid: den vollelektrischen Stadtbus Avenue Neo und den überarbeiteten Prestij. Damit kombiniert der türkische Hersteller die Elektrifizierung des klassischen Stadtbusses mit der Weiterentwicklung des Midibussegments. Auch hier zeigt sich, dass die Transformation des Marktes nicht auf eine einzige Fahrzeugklasse beschränkt ist. Higer zeigt in Madrid nicht nur Fahrzeuge, sondern positioniert sich zunehmend als Anbieter integrierter Lösungen. Zusammen mit REMO wird eine Kombination aus Elektrobussen, Ladeinfrastruktur, Energielösungen und Service präsentiert.

Vom E-Chassis über E- bis zum Dieselbus, Higer liefert nicht nur Omnibusse… Foto: omnibus.news

Hinzu kommen digitale Lösungen wie das G-BOS-System für die Betriebs- und Flottensteuerung. Damit verschiebt sich die Rolle der Hersteller: Aus dem reinen Fahrzeuglieferanten wird zunehmend ein Anbieter von technischen und digitalen Gesamtlösungen. Wer durch die Messehallen in Madrid geht, kann nach dem ersten Tag folgendes Fazit ziehen: Die Elektrifizierung wird breiter. Sie betrifft nicht mehr nur den klassischen 12-Meter-Stadtbus, sondern reicht vom Kleinbus bis zum Überland- und Reisebus.

Power Electronics positioniert sich als Anbieter für das Energiemanagement und die Skalierung von Ladeinfrastruktur für Elektrobusflotten. Foto: omnibus.news

Der elektrische Überlandverkehr rückt europaweit stärker in den Fokus. Mit dem eIntouro M, dem Crossway ELEC und dem Urbino 15 LE electric oder Irizar i3 electric zeigen gleich mehrere Hersteller elektrische Lösungen für diesen Einsatzbereich. Der Minibus erlebt eine Art Renaissance. eFLEXY, e-JEST und weitere neue Kompaktbusse richten sich an Verkehre mit kleineren Fahrgastzahlen, an Shuttleangebote und an On-Demand-Verkehre.

Die FIAA 2026 war schon am ersten Tag gut besucht. Foto: omnibus.news

Die Digitalisierung wird Teil des Fahrzeugs. Flottenmanagement, Ladeplanung, Wartung, Konnektivität und Fahrerassistenzsysteme werden zunehmend zu Bestandteilen des Gesamtangebots. Der europäische Markt wird internationaler. Neben den etablierten europäischen Herstellern treten chinesische und türkische Anbieter mit eigenen Elektroplattformen und neuen Geschäftsmodellen an. Die FIAA 2026 bildet diese Entwicklung besonders deutlich ab. (FIAA/omnibus.news/Sr)

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