Die Busmesse Feria Internacional del Autobús y del Autocar (FIAA) in Madrid findet vom 6. bis 9. Oktober 2020 statt. Foto: FIAA

In den Zeiten von Corona mutet das Bestätigen einer Messe fast wie ein Aprilscherz an, gerade dann, wenn die Meldung am 1. April kommuniziert wird. Aber: Die spanische Feria Internacional del Autobús y del Autocar (FIAA), die südeuropäische Leitmesse für Reise- und Linienbusse, möchte angesichts der durch die COVID 19 verursachten Situation und der Schwierigkeiten, mit denen diese Branche zu kämpfen hat, so schnell wie möglich zur Normalisierung beitragen. Aus diesem Grund wird die FIAA vom 6. bis 9. Oktober 2020 in der Feria de Madrid die Termine zum Stelldichein der Busbranche einladen, um die Geschäftsbeziehungen zu fördern und den Markt für das Jahresende sowie für 2021 zu beleben. Wie das Messeteam jetzt mitteilt, hätte man in diesem Jahr die Ausstellungsfläche deutlich vergrößert, denn viele Neuzugänge hätten sich für die FIAA 2020 angemeldet. Praktisch alle europäischen Hersteller (Mercedes-Benz, Setra, Mensch, Neoplan, Iveco, Scania, Solaris, Volvo, VDL, Van Hool, Irizar, Isuzu, Karsan, Otokar, Temsa, König Long, Castrosua, Sunsundegui, Ayats, Beulas, Indcar, Nogebus, Unvi, Ferqui, Integralia, Bluebus, AV Euro, Autocuby, Esref Karoser – um nur einige Aussteller zu nennen) haben zusammen mit allen spanischen Karosseriebauern ihre Teilnahme angemeldet, dazu noch Anbieter von Dienstleistungen sowie Komponenten. Damit sei die FIAA die größte kommerzielle Veranstaltung für der Bussektor im Jahr 2020, wie die Spanier voller Stolz melden. Der Zuspruch der letzten Jahre und das Wachstum – mit Blick auf die Aussteller und Besucher – hätte die Verantwortlichen bewogen, vom Frühjahr auf den Herbst zu wechseln, denn dieser Termin wäre mehrfach gewünscht und auch gefordert worden. Für die FIAA 2020 in den Madrider Messehallen liegen bis heute schon Anmeldungen von 140 Ausstellern vor. Neben den großen europäischen Herstellern präsentieren überwiegend die einheimischen Karossiers ihr Angebot, rund Dreiviertel der Aussteller kommen aus Spanien, wie die Messegesellschaft mitteilt. Die Organisatoren rechnen bei dem neuen Termin im Vergleich zur letzten Messe im Jahr 2017 mit einem Plus an Besuchern: Rund 11.000 sollen es werden. Das Wachstum ermögliche der neue Termin, denn im Herbst könnten mehr Busunternehmer zur FIAA kommen, weil sie im Oktober das Geschäft zum größten Teil eingefahren hätten. Diese Aussage stammt aber noch aus einer Zeit vor Corona. Was bleibt, ist die Bekanntgabe des Minibusses des Jahres, der Titel “International Minibus of the Year” ist eine neue, im Jahr 2017 von der Jury der European International Bus & Coach of the Year Awards eingeführte Auszeichnung, die traditionell in Madrid auf der FIAA verliehen wird. (FIAA/PM/Schreiber)

Teilen auf: