Der brtische Künstler Banksy hat sich jetzt auch einer Bushaltestelle angenommen… Foto: Banksy Archive

Unter dem Pseudonym Banksy sorgt ein britischer Streetart-Künstlers immer wieder für Aufsehen: Mit seinen Schablonengraffiti hat sich der Kreative weltweit einen Namen gemacht, bis jetzt ist es ihm immer gelungen, seinen bürgerlichen Namen sowie seine wahre Identität geheimzuhalten. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der Neunzigerjahre nach London kam. Seine Werke bringen bei Auktionen sechsstellige Summen ein.

Nun hat der Künstler sich aber wieder über seine Instagram-Seite zu einer Reihe aufgetauchter Werke an der englischen Nordsee-Küste bekannt, u.a. auch an einer Bushaltestelle. In den vergangenen Tagen waren in den britischen Städten Great Yarmouth, Gorleston und Cromer neue Wandgemälde entdeckt worden, die dem Stil des Künstlers entsprachen. Darunter auch ein tanzendes Paar über einer Bushaltestelle. Und ja, er hat auch dieses Bild als einen echten Banksy bestätigt. Dem tanzenden Paar auf dem Dach der Bushaltestelle in Great Yarmouth hat der Künstler noch einen am Rand sitzenden Akkordeonspieler spendiert.

Ob Banksy für die letzten kreativen Arbeiten mit dem Bus gefahren ist, kann aber ausgeschlossen werden. In seinem Bekenntnis zu den Werken ist auch Video online gestellt worden, das eine nicht zu identifizierbare Person zeigt, die mit dem Wohnwagen von Ort zu Ort fährt. Überschrieben ist das Video mit dem Titel „A Great British Spraycation“. Ein Wortspiel aus Staycation (was mit Urlaub zuhause übersetzt werden kann) und Spray (Sprühen). Banksy macht immer wieder mit gesellschaftskritischen und mitunter kontroversen Motiven auf sich aufmerksam. Allein gemeinsam ist das plötzliche Erscheinen an einer Wand. Warum jetzt eine Bushaltestelle den Künstler inspirierte? Vielleicht, weil ganz Großbritannien über die staatlich finanzierte Mobilitätsoffensive und die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes spricht? Dass die englische Nordseeküste einst ein beliebtes Ferienziel vieler Briten war, scheint hingegen unbestritten. Fakt ist, die Region ist seit Jahrzehnten wirtschaftlich abgehängt. Wollte der Künstler hier ein Zeichen setzen?

Im vergangenen Jahr bedankte sich der britische Streetart-Künstler Banksy bei den Mitarbeitern einer Klinik für ihren Einsatz in der Pandemie – mit einem Bild. Es zeigt einen kleinen Junge in einer Latzhose, der mit einer Krankenschwester-Puppe spielt. Diese hat ihren Arm wie Superman im Flug ausstreckt. Typisch Banksy: Dahinter ist ein Papierkorb zu sehen, in dem Figuren von Batman und Spiderman liegen… In einer Notiz an das Team des Krankenhauses schrieb Banksy seinerzeit: »Danke für all das, was ihr tut. Das Werk wurde im März diesen Jahres für 16,8 Millionen britische Pfund (rund 19 Millionen Euro) in London versteigert. Der Erlös kam der Universitätsklinik in Southampton im Süden Englands und anderen Organisationen des englischen Gesundheitsdienstes NHS zugute. Aus Kunstverkäufen hat Banksy auch ein Schiff für eine Gruppe von Aktivisten zur Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer finanziert. Seine Botschaft? Vielleicht: Etwas Gutes für die Menschen tun..! (BanksyArchive/PM/Sr)

 

 

 

 

 

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