Stockholm erprobt zusammen mit Nobina einen autonomen Elektrobus von Easymile. Foto: Karlsson

Vor zwei Jahren drehte ein fahrerloser Bus in Stockholm anlässlich der Kista Mobility Week 2016 erste Proberunden, jetzt ist er offiziell in Dienst gestellt worde: Schwedens Hauptstadt schickt den ersten autonomen Linienbus auf die Straße. Wie aus deutschen Landen bekannt ist auch in Schweden trotz Autonomie ein Mitarbeiter ist an Bord, um im Notfall eingreifen zu können. Für Nobina, der als ÖPNV-Dienstleister hinter dem Projekt steht, ist das autonome fahren nichts Neues. Die Schweden haben in Kopenhagen im Herbst letzten Jahres ein Projekt für autonomes Busfahren gestartet. Nicht nur in Kopenhagen, sondern auch in der Heimat setzt Nobina auf den französischen Anbieter Easymile und den EZ10. Dieser Typ bietet Platz für zwölf Fahrgäste, von denen sechs sitzen können. Der autonome Franzose kommt wieder ohne Fahrer aus, denn die Fahrstrecke wird in der Software gespeichert, Kameras, GPS und Sensoren sorgen für den richtigen Weg bis zum Ziel. Nobina testet die fahrerlosen Kleinbusse im regulären Straßenverkehr als so genannte Last-mile-Lösung. Die Schweden wollen ihre ÖPNV-Kunden mehr oder weniger direkt vor der Haustür abzuholen, an einem Punkt, den der große Stadtbus nicht anfährt. Der Test mit den komplett selbstfahrenden Elektrobussen ist ein Schritt auf dem Weg zu Nobinas erklärtem Ziel, durch die Entwicklung neuer Technologien und innovativer Geschäftsmodelle autonome Transportlösungen in ganz Skandinavien anbieten zu können. Doch bevor es so weit ist, müssen die Busse zunächst in den nahenden Wintermonaten auf Schnee und Eis beweisen. Und: Der EZ10 solle größere Busse nicht ersetzen, sondern ergänzen, erklärte Peter Hafmar von Nobina.

Peter Hafmar und Henrik Dagnäs (beide Nobina) Stockholms Stadtrat Kristoffer Tamsons im EZ10 von Easymile in Stockholm bei der Indienststellung. Foto: Karlsson
von der Busgesellschaft Nobina mit dem Verkehrsrat

 

 

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