Es war Mitte August und es war das ZDF heute-journal: Als Claus Kleber vom  die persönliche Ansprache eines Busfahrers zitiert, versagt dem Profi fast die Stimme. Vor laufender Kamera hat der ansonsten so souverän agierende Journalist und Moderator mehr oder weniger die Kontrolle verloren und schien zu Tränen gerührt. Was war der Grund? Die Nachricht, die er vortrug, kam vom Online-PortalKrautreporter.de: Der Busfahrer Sven Latteyer aus Erlangen hatte für Schlagzeilen gesorgt. Als dieser mehrere Flüchtlinge in seinem Linienbus bemerkte, griff er spontan zum Mikrofon und sagte im “breitesten Fränglisch”, wie ein Augenzeuge den Erlanger Nachrichten berichtete: “Excuse me Ladies and Gentlemen, from all over the world in this Bus – I want to say something. I want to say welcome. Welcome to Germany, welcome to my country. Have a nice day.” Mit dieser Lautsprecherdurchsage hat der Busfahrer Respekt verdient. Als Claus Kleber diesen Gruß des Busfahrers übersetzte, war er zu Tränen gerührt. Nachdem er sich wieder gefasst hatte, kommentierte Claus Kleber die Durchsage des Busfahrers souverän mit den Worten “es kann manchmal so einfach sein”. Damit sprach er offenbar vielen Zuschauern aus der Seele. Und Claus Kleber dürfte viele Zuschauer damit auch um Nachdenken gebracht haben, wie Flüchtlingen in Deutschland begegnet werden kann. Der Busfahrer erzählte den Erlanger Nachrichten, dass die Durchsage persönliche Motive gehabt hätte: Sein Schwager stamme aus dem Kosovo und sei von dort zu Kriegszeiten nach Deutschland geflohen. Kriegsflüchtlinge sollten hier eine sichere Zukunft finden, so Latteyer. Die Fahrgäste an Bord hätten geklatscht, erinnert sich der Busfahrer. Noch wichtiger: Die Flüchtlinge hätten sich gefreut und sich beim Aussteigen mit einem Lächeln bedankt. Wie sagte Claus Kleber so treffend: “…es kann manchmal so einfach sein”.

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