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e-Bürgerbus

Ab sofort zum Sammelkn von Erfahrungen unterwegs: Der e-Bürgerbus. Foto: BW

Spannend: Elektromobilität hat jetzt auch den ersten Bürgerbus erreicht. Nach einem Test im Frühjahr startete nun ganz regulär Mitte August in Ebersbach das erste elektrisch angetriebene Fahrzeug. Das Land Baden-Württemberg fördert den elektrischen Bürgerbus über das Programm „Nachhaltig mobile Region Stuttgart“. Ziel des Projektes e-Bürgerbus ist die praktische Erprobung und Evaluation des Einsatzes von elektrisch betriebenen oder mit Hybridantrieb ausgestatteten Bürgerbussen. „Wir erhoffen uns davon wichtige Erfahrungen zur Nutzung der E-Mobilität in den Bürgerbusvereinen des Landes“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann in Ebersbach (Landkreis Göppingen) bei der Vorstellung des ersten e-Bürgerbusses und dem dazugehörigen Projekt. Das Land unterstützt das Projekt mit 310.550 Euro. „Umweltfreundliche Mobilität hat sowohl in Städten, als auch in ländlichen Gebieten großes Potential, das noch ausgebaut werden muss. Das Engagement der Bürgerbusvereine für eine nachhaltige Mobilität der Menschen ist hervorragend und bietet vielseitige Möglichkeiten. Bürgerbusse ermöglichen Besorgungen des Alltags, Arztbesuche, Treffen von Freunden insbesondere für ältere Menschen oder Personen ohne eigenes Fahrzeug“ so der Verkehrsminister. „Die Elektromobilität in der Region Stuttgart stärker voranzutreiben und ehrenamtlich organisierte Verkehre zu unterstützen sind erklärte Ziele des Landes Baden-Württemberg“, so der Minister weiter. Bürgerbusse bieten neben der verkehrlichen Verbesserung der Mobilität über kurze Wege auch eine soziale Komponente des Miteinanders in Kommunen. Das Projekt ist Teil des baden-württembergischen Schaufensters Elektromobilität LivingLab BWe mobil. In Rahmen dieses Projektes wird der erstmalige Einsatz und die Erprobung eines elektrisch betriebenen Bürgerbusses im Realbetrieb getestet. Dabei werden die Chancen solcher Verkehre insbesondere unter Berücksichtigung der Anforderungen für den Einsatz als e-Bürgerbus im Linienverkehr untersucht. Durch den Praxiseinsatz des e-Bürgerbusses in verschiedenen Anwendungsgemeinden wie Salach, Ebersbach, Uhingen und Wendlingen sind verlässliche Aussagen über den Umgang mit dem elektrisch betriebenen Fahrzeug bei verschiedenen Einsatzbedingungen möglich. „Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für die weitere Anwendung in der Region und im ganzen Land“, erklärte Hermann. Der Modellcharakter des Projektes e-Bürgerbus liegt darin, dass der Einsatz eines rein batterieelektrisch betriebenen Kleinbusses, der von Ehrenamtlichen gefahren werden kann, für den Bürgerbuseinsatz in der Form einmalig ist. Insbesondere die Beschaffung eines e-Fahrzeugs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 3,5 Tonnen und dessen Ausstattung für den konzessionierten Linienverkehr sind herausfordernd. Die gemachten Erfahrungen sind für Bürgerbusvereine, die die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Bürgerbusses planen, sehr wertvoll. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Praxiseinsatz sowie der Entscheidungsvorlage zur Förderung von e-Bürgerbussen wird ein Projektleitfaden für die erfolgreiche Implementierung von e-Bürgerbussen für interessierte Kommunen in der Region Stuttgart (und darüber hinaus) erstellt, um die Übertragbarkeit der Projektergebnisse zusätzlich zu gewährleisten.

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