Erste Urbino mit 10,5 m Länge wurden jetzt verkauft. Foto: Solaris

Der neue Solaris Urbino 10,5, der als Modell der Midi Klasse analog zur neuen Generation 2016 auf der TransExpo Messe in Kielce präsentiert wurde, wird Ende des Monats an zwei europäische Verkehrsbetrieb übergeben werden. Neben der österreichischen Firma Postbus hat sich der öffentliche Verkehrsbetreiber aus Großpolen namens „Komorniki“ für den Midi entschieden. Der Midi ist Teil der neuen Urbino-Familie, wobei der Abstand zwischen der ersten Tür des neuen Urbino 12 und der zweiten Achse um 1,5 m verkürzt wurde. Die Verkürzung der Baukonstruktion erforderte auch die Verringerung des Achsabstands von 5900 mm auf 4450 mm, was den Bus wendiger macht. Dank relativ kleinen Ausmaßen und Wenderadius ist er ideal geeignet für enge Altstadtgassen vielerorts in Europa. Der Vorder- und Heckbereich des Fahrzeugs wurde jedoch nicht geändert. In der Ausführung für Österreich wird der DAF/PACCAR MX-11-Motor von 240 kW eingesetzt, der dem bergigen Gebiet der tirolischen Stadt Lienz gewachsen ist. Für den polnischen Verkehrsbetrieb wird ein vertikal installierter Cummins ISB6.7 E6C 250B- Motor von 186 kW eingesetzt. Beide Varianten erfüllen die restriktive Euro-6-Norm. Jeder Erwerber bevorzugt andere technische Lösungen für seinen neuen Solaris Urbino 10,5. Das Modell für die Stadt Lienz, das mit der Türanordnung 1-2-0 ausgestattet ist, bietet Sitzplätze für 26 Passagiere, wobei 10 davon Podest frei zugänglich sind. Das Fahrzeug, das in Komorniki betrieben wird, wird mit der Türanordnung 2-2-0 hergestellt, wobei es 23 Sitzplätze zur Verfügung stellen wird, von denen 6 auf Einstiegshöhe betretbar werden. Solaris arbeitet schon jahrelang mit der Firma Postbus zusammen, die einer der größten Verkehrsbetreiber in Österreich ist. Der Ende des Jahres 2015 unterschriebene Vertrag für die Lieferung der drei neuen Solaris Urbino 10,5 gehört zum Rahmenvertrag, anhand dem das österreichische Unternehmen bis zu 288 Busse insgesamt bestellen kann. Infolgedessen wurden bis heute 32 Busse in Auftrag gegeben, die im polnischen Bolechowo hergestellt werden. Die Übergabe von den drei neuen Midi Modellen ist Ende Februar 2017 vorausgesehen, wobei die Lieferung anfangs März folgen wird. Der Auftrag, der von dem polnischen Verkehrsbetreiber aus Großpolen für Lieferung der zwei neuen Solaris Urbino 10,5 und sechs neuen Solaris Urbino 12 veranlasst wurde, ist der größte Vertrag, der im Rahmen gemeinsamer Zusammenarbeit unterzeichnet wurde. Zu den drei Urbino, die schon jetzt auf den Straßen von Komorniki zu sehen sind, werden im Herbst 2017 weitere neubestellte Busse hinzukommen. Die ganze Flotte wird im Großraum Komorniki und Posen beteiligt sein, schreibt Solaris in der entsprechenden Pressemitteilung.
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