Würzburg erprobt Elektromobilität mit zwei Solaris Urbino 12 electric. Foto: WVV

Zwei Elektrobusse von Solaris werden im Rahmen eines Pilotprojektes in Würzburg eingesetzt. Ein neuer Elektrobus wurde jetzt im Rahmen einer Pressefahrt präsentiert. Laut WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer sollen die Elektrobusse jeweils eine Reichweite von 200 Kilometer pro Ladung haben. Dies müsste “für den normalen Umlauf, den so ein Bus auf der täglichen Route im Stadtverkehr hat, ausreichen”, so Schäfer. Aber auch in Würzburg weiß man, dass der Energieverbrauch eines Elektrobusses stark von der Geschwindigkeit und der Topographie der Linie und weiterer Rahmenbedingungen abhänge. Weil die Elektrobusse angesichts der Kessellage auch Höhenmeter zu erklimmen haben, sollen der Verbrauch und die Alltagstauglichkeit nun geprüft werden. Wenn alles klappt, dann könne man die beiden Elektrobusse als Vorhut einer schrittweisen Elektrifizierung sehen, so Schäfer. Die Elektrobusse werden über Nacht im Busbetriebshof der WVV am Heuchelhof geladen. Das sogenannte Depotladen soll nach der Testphase Erkenntnisse darüber liefern, inwiefern die betrieblichen Gegebenheiten für den innerstädtischen Linieneinsatz ausreichen. Die beiden Elektrobusse mit jeweils 69 Sitz- und Stehplätzen kosten insgesamt 1,2 Millionen Euro. 40 Prozent der im Vergleich zu einem Dieselbus anfallenden Mehrkosten werden durch eine Bundesförderung gedeckt. Bis zum Jahr 2024 will die WVV insgesamt 18 Elektrobusse in Dienst stellen. Die WVV setzen auf 100% CO2-freien hauseigenen Ökostrom anstatt wertvolle Ressourcen aufzubrauchen. Die Roadmap der WVV sieht weitere Gefäßgrößen für das elektromobile Zeitalter vor: 2021 Elektro-Midibusse (als Quartierbusse), 2022 einen Elektrosolobus, 2023 einen Elektro-Gelenkbus und drei Elektro-Solobusse sowie 2024 je drei elektrische Solo- und Gelenkbusse. (Solaris/WVV/PM/Schreiber)

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