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Erst ein Hybridbus, jetzt ein Elektrobus - der Mercedes-Benz Citaro G der ASEAG.

Erst ein Hybridbus, jetzt ein Elektrobus – der Mercedes-Benz Citaro G der ASEAG.

Do it yourself: Der Umbau erfolgte in der Werkstatt der ASEAG.

Do it yourself: Der Umbau erfolgte in der Werkstatt der ASEAG.

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Hinter der "Tankklappe" verbergen sich die Steckanschlüsse für die Stromzufuhr.

Hinter der „Tankklappe“ verbergen sich die Steckanschlüsse für die Stromzufuhr.

Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) hat in ihren Werkstatthallen einen Hybrid-Gelenkbus zu einem Elektrobus umgebaut. „Als kommunales Unternehmen mit einem hohen Stellenwert für Aachen und die Region bündeln und treiben wir innovative Aktivitäten voran“, erläutert ASEAG-Vorstand Michael Carmincke das Engagement des Verkehrsunternehmens. Unterstützt wurde die ASEAG bei diesem Vorhaben von der Aachener Futavis GmbH, die auf die Entwicklung und Produktion elektronischer Systeme zur Förderung erneuerbarer Energien spezialisiert ist. Futavis-Geschäftsführer Jens Bockstette: „Der Erfolg der Elektromobilität steht und fällt mit der Leistungsfähigkeit der Batterien. Von ihrer Weiterentwicklung hängt vieles ab.“ Im Gelenkbus, einem Mercedes-Benz Citaro G, wurde ein Batteriepaket mit einer Leistung von circa 180 Kilowattstunden verbaut. Letztlich sind es rund 1300 Batteriezellen, die verteilt auf Vorder- und Hinterwagen, dem Fahrzeug die entsprechende Antriebskraft verleihen. Das Gesamtgewicht beträgt rund 1800 Kilogramm. Von der Batterie erwartet der Hersteller eine Mindestfahrstrecke von rund 50 Kilometern – und dies zu jeder Jahreszeit und ohne die zusätzliche Rückspeisung der Energie in die Batterie. Um den betrieblichen Einsatz des Fahrzeugs bereits zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt sicherstellen zu können, ist die DEKRA in die Umbauaktivitäten von Beginn an eingebunden. Für den erfolgreichen Einsatz des Busses auf Aachens Straßen ist zudem die Ladeinfrastruktur von Relevanz. Zunächst wird das Fahrzeug kondunktiv, also per Stecker, auf dem Betriebsgelände der ASEAG geladen. Aufgrund der Ladezyklen ist deshalb der Einsatz auf der Linie 43 vorgesehen, die auf ihrer Strecke immer wieder das Betriebsgelände passiert. Aber auch eine Innenstadtlinie ist im Fokus der Aachener. Die Kosten für die Hardware betragen rund 700.000 Euro und werden zu 75 Prozent über den Aachener Verkehrsverbund gefördert. Zudem ist der Umbau Bestandteil des EU-Projektes „CIVITAS DYN@MO“. Das Projekt hat eine Gesamtförderung von 8,5 Millionen Euro, drei Millionen Euro aus der CIVITAS-Initiative gehen in die Region Aachen, der Gesamtanteil der Förderung auch für andere Arbeitspakete der ASEAG beträgt 365.000 Euro.

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