Karsan hat in Nürnberg ein Ersatzteillager eröffnet. Foto: Karsan, Montage: omnibus.news

Gerade den chinesischen Herstellern sagt man nach, dass sie in Deutschland nicht richtig Fuß fassen, weil Ersatzteillager und Servicewerkstätten fehlen. Der türkische Bushersteller Karsan geht einen anderen Weg, um zunächst mit den Elektrobussen Atak und Jest in Deutschland den Markt zu erobern: Eine Partnerschaft mit der Quantron AG sicherte den Vertrieb und After-Sales. Für den Service bringt das Start-Up von Andreas Haller, der als Spross in der fünften Generation der Haller Group auf stolze 137 Jahre Erfahrungen in der automobilen Welt zurückblicken kann, europaweit 700 Werkstätten mit, in denen die Omnibusse von Karsan gewartet und repariert werden. Jetzt legen die Türken mit einem eigenen Ersatzteillager in Nürnberg noch einmal nach: Um das Ersatzteil- und Kundendienstnetz in ganz Europa auszubauen, wurde jetzt ein Ersatzteillager in Nürnberg eröffnet. Innerhalb von zwei Tagen werden Ersatzteile an jeden Punkt in Europa geliefert, wie Muzaffer Arpacıoğlu, stellvertretender Generaldirektor von Karsan Commercial Affairs, erklärt. Karsan nutzt die Kompetenz von Barsan Global Logistics für den Ersatzteilservice vor Ort und plant, die Betriebsleistung zu vervielfachen, indem künftig das Lager- und Logistiknetzwerk von Barsan in 45 verschiedenen Ländern genutzt wird. Am 1. September 2020 nahm das Ersatzteillager in der Frankenmetropole den Betrieb auf: „Wir haben eine weitere wichtige Investition getätigt, um unser Kundendienstnetzwerk in Europa zu stärken.” Im Rahmen der Eröffnung ließ Muzaffer Arpacıoğlu durchblicken, dass Karsan in der aktuellen Situation weiterhin Aufträge in “erheblichen Mengen” für konventionelle und vollelektrische Modelle aus Europa erhalten habe. (Karsan/PM/Schreiber)

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