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Surfen im Bus ist beliebt. Foto: Hochbahn

Surfen im Bus ist beliebt. Foto: Hochbahn

Kostenfrei und bequem ins Internet – Fahrgäste der meistgenutzten Buslinie Deutschlands, der MetroBus-Linie 5, und die Nutzer der U3-Haltestellen Borgweg und Mönckebergstraße können dieses Angebot bereits seit Ende April des Jahres nutzen. Künftig können das alle Hochbahn-Fahrgäste. Nach dem erfolgreichen Abschluss des halbjährigen Pilotprojektes hat der ÖPNV-Dienstleister entschieden, alle rund 1.000 Busse im Konzern und die 91 U-Bahn-Haltestellen mit einem kostenfreien WLAN-Zugang auszustatten. Der Zeitrahmen des Projektes ist ehrgeizig: Die Busflotte soll schon bis Ende 2017 nahezu komplett mit WLAN-Routern ausgestattet sein. Die U-Bahn-Haltestellen werden aufgrund der notwendigen Bauarbeiten etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen: Ende 2018 haben alle Haltestellen einen Internetzugang per WLAN. Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn: „Das Pilotprojekt hat vor allem zwei Dinge gezeigt: Die technische Lösung ist stabil und ermöglicht ein sehr nutzerfreundliches Surfen im Internet. Gleichzeitig wird das WLAN-Angebot gut angenommen und sehr positiv bewertet. Dieses Angebot sollen künftig alle unsere Kunden nutzen können – und das möglichst schnell.“ Im Rahmen des Pilotprojektes wurden neben technischen Aspekten vor allem Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten der „WLAN-Fahrgäste“ gesammelt. Das Angebot war in den Haltestellen dank Glasfaserkabel auf bis zu 500 Nutzer und in den Bussen für bis zu 100 Nutzer gleichzeitig ausgelegt. Pro Tag nutzten die Fahrgäste im September rund 5 000 Mal das Angebot, über das kostenfreie WLAN ins Internet zu gelangen. Mitte Mai waren es gut 2 000 aktive Sitzungen. Die Nutzung hat sich innerhalb des Pilotprojektes also deutlich mehr als verdoppelt. Insbesondere bei den jüngeren Fahrgästen (14-19 Jahre) ist das Ergebnis sehr positiv: Jeder Zweite nutzt das kostenfreie WLAN der Hochbahn. Die Kundenbefragungen zeigen zudem: Mit zunehmender Bekanntheit und einem breiter verfügbaren Angebot werden die Nutzerzahlen deutlich ansteige Henrik Falk: „Das WLAN-Angebot bietet den Fahrgästen einen echten Mehrwert und reagiert auf das Nutzungsverhalten vor allem junger Menschen. Unsere Fahrgäste sind zunehmend online, und das auch mobil. Mit einem komfortablen und kostenfreien WLAN machen wir den öffentlichen Nahverkehr gerade für diese Kundengruppe, die wir langfristig an uns binden wollen, noch passender.“ Die Kundenbefragungen während des Pilotprojektes belegen die positive Einschätzung: 92 Prozent aller Fahrgäste auf der MetroBus-Linie 5, die ein Smartphone besitzen, surfen während der Fahrt im Internet. 81 Prozent der Fahrgäste bewerten das WLAN-Angebot der Hochbahn positiv. Für 95 Prozent ist diese Entscheidung ein wichtiger Schritt zu einem modernen, zukunftsträchtigen Nahverkehrsunternehmen. Der Hochbahn-Partner aus dem Pilotprojekt, wilhelm.tel aus Norderstedt, wird mit seinem Angebot MobyKlick auch künftig der Provider sein. wilhelm.tel schließt unter anderem alle U-Bahn-Haltestellen an das Glasfaserkabelnetz an. Zudem ist dies eine optimale Ergänzung zu dem Vorhaben der Freien und Hansestadt Hamburg, mit MobyKlick bis zu 900 Accesspoints im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen. Die Investitionskosten für die Ausrüstung der kompletten Busflotte und den Anschluss aller U-Bahn-Haltestellen an das Netz von wilhelm.tel veranschlagen die Hamburger mit rund 1,7 Millionen Euro. Henrik Falk: „WLAN ist ein wichtiger Schritt, digitale Prozesse in unserer Branche nach vorne zu treiben. Hier liegt ein großes Potential für Informations-, Kommunikations- und Vertriebsthemen. Aber auch das beste WLAN nutzt wenig, wenn das Smartphone keinen Saft mehr hat. Deshalb wollen wir unsere Bus- und U-Bahn-Flotte mit USB-Buchsen ausstatten, über die ein Nachladen der Batterie möglich ist.“ Der erste mit USB-Buchsen ausgerüstete DT5 soll Mitte Dezember nach Hamburg kommen. Die DT5-Fahrzeuge, die schon im Betrieb sind, werden sukzessive nachgerüstet. Eine Entscheidung, ob die DT4-Fahrzeuge zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen nachgerüstet werden können, steht noch aus. Bei den Bussen haben die neuesten Batteriebusse von Solaris bereits USB-Buchsen. Weitere Fahrzeuge sollen ab Dezember folgen. So können die Fahrgäste in den neuen Mercedes-Benz CapaCity L-Bussen, die auf der MetroBus-Linie 5 fahren, ihre Smartphones künftig während der Fahrt aufladen.

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