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Ankunft in Oberhausen: Zwei Solaris Urbino 12 Electric sind ab sofort auf der Linie unterwegs.

Ankunft in Oberhausen: Zwei Solaris Urbino 12 Electric sind ab sofort auf der Linie unterwegs.

Der Elektrobus wird über einen Pantographen geladen.

Der Elektrobus wird über einen Pantographen geladen.

Bei der Vorstellung der neuen Elektrobusse (v.l.:) Michael Groschek, NRW Verkehrsminister, Alexander Schmidt, Solaris Deutschland GmbH, Bernd Homberg, techn. Vorstand Energieversorgung Oberhausen AG, Peter Klunk, Geschäftsführer STOAG, Professor Dr. Müller-Hellmann, RWTH Aachen, Werner Overkamp, Geschäftsführer STOAG, Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR AöR.

Bei der Vorstellung der neuen Elektrobusse (v.l.:) Michael Groschek, NRW Verkehrsminister, Alexander Schmidt,
Solaris Deutschland GmbH, Bernd Homberg, techn. Vorstand Energieversorgung Oberhausen AG, Peter Klunk,
Geschäftsführer STOAG, Professor Dr. Müller-Hellmann, RWTH Aachen, Werner Overkamp, Geschäftsführer
STOAG, Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR AöR.

Zum Fahrplanwechsel am vierten Oktober hat die Stadtwerke Oberhausen AG Elektrobusse von Solaris vom Typ Urbino 12 Electric in Dienst gestellt. Die Elektrobusse werden über eine ZF-Achse AVE 130 mit zwei radnahen Asynchronmotoren angetrieben, die Traktionsausrüstung steuerte Medcom bei. Das Laden auf den beiden innerstädtischen Linien 962 und 966 erfolgt am Pausenplatz am Bahnhof Sterkrade bzw. Neumarkt. Die Ladevorgänge finden während der Wendezeiten statt und dauern maximal zehn Minuten. Eine Ladung während der nächtlichen Standzeit auf dem Betriebshof ist nicht erforderlich. Als Besonderheit weisen die Elektrobusse eine rein elektrische Heizung auf. Für die STOAG ist klar: Der öffentliche Nahverkehr spielt eine zentrale Rolle in den Mobilitätskonzepten der Zukunft. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die STOAG haben im vergangenen Jahr gemeinsam den Startschuss zu einem Projekt gegeben, bei dem die vorhandene Gleichspannungsinfrastruktur der Straßenbahn genutzt wird, um im laufenden Betrieb Batteriebusse zu laden. „Indem wir zwei Buslinien rein elektrisch betreiben und dazu mit Strom aus regenerativen Energieträgern speisen“, so STOAG-Geschäftsführer Peter Klunk, „kommen wir unserem Ziel, unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur einen emissionsfreien Nahverkehr zu realisieren, ein gutes Stück näher.“ Die vorhandene Straßenbahninfrastruktur eignet sich auch zur Schnellladung von Fahrzeugen anderer Verkehrsträger. Die Energieversorgung Oberhausen AG möchte dieses durch die Errichtung von Schnellladesäulen für Pkw, die ebenfalls aus der Fahrleitung der Straßenbahn gespeist werden, demonstrieren und zeigen, dass relativ aufwandsarm in Städten mit vorhandenen Gleichspannungsinfrastrukturen die für die zügige Einführung der Elektrofahrzeuge unverzichtbaren Schnelllademöglichkeiten realisiert werden können. Drei Schnellladesäulen für Elektroautos gehen im November 2015 in Betrieb.  Die STOAG ist Partner im EU-Projekt Electrification of public transport in cities (ELIPTIC).  Es soll die Möglichkeiten der Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs in Kombination mit der vorhandenen Verkehrs- und Energieinfrastruktur weiter erforschen, um daraus Geschäftsmodelle für Städte, Kommunen, aber auch für Verkehrsunternehmen zu entwickeln. Die STOAG bringt insbesondere die Erkenntnisse aus ihrem E-Mobilitätsprojekt mit in das ELIPTIC-Projekt ein und erarbeitet mit Unterstützung des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe der RWTH Aachen ein Erweiterungskonzept für die Elektromobilität in Oberhausen.

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