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Freuen sich über den Start der Elektrobuslinie 14 (v. l.) Peter Overschmidt, Eigner des Elektrobootes Solaaris, Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer und Klaus Kock, technischer Projektleiter Elektrobus. Foto: Stadtwerke Münster

Freuen sich über den Start der Elektrobuslinie 14 (v. l.) Peter Overschmidt, Eigner des Elektrobootes Solaaris, Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer und Klaus Kock, technischer Projektleiter Elektrobus. Foto: Stadtwerke Münster

Seit einem Jahr erproben die Stadtwerke Münster fünf E-Busse mit guten Resultaten. Dafür wurden sie bisher vor allem auf Verstärkerlinien sowie als Einsatzfahrzeuge genutzt und anschließend auf dem Betriebshof aufgeladen. „Ein Ergebnis unserer Tests: in Sachen Zuverlässigkeit stehen die Elektrobusse herkömmlichen Bussen in nichts nach“, so Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Für ganztägige Einsätze, wie sie nun auf der Elektrobuslinie 14 beginnen, sind sie allerdings auf die Ladestationen an den Endhaltestellen angewiesen. Diese wurden in zwei Forschungsprojekten speziell für den Einsatz in Münster entwickelt. Statt dem ursprünglich seitlich andockenden Stecker sind die Stadtwerke dabei nun auf einen Dachstromabnehmer umgestiegen. „Bus und Ladestation bilden eine Einheit. Nur wenn beides die gleiche Zuverlässigkeit erreicht wie herkömmliche Busse, können wir die Technik im Fahrgasteinsatz nutzen. Dies ist nun der Fall“, so Dr. Dirk Wernicke. Für den Umstieg wurden lediglich die Verbindungselemente zwischen Schnellladestation und Bus gewechselt, das neue System wird in unter anderem in Dresden bereits erfolgreich eingesetzt. So können die Stadtwerke Münster den Einsatz ihrer fünf E-Busse nun sukzessive ausweiten und die 14 zur Elektrobuslinie machen. Ihre Flotte von E-Bussen bauen die Stadtwerke schon im kommenden Jahr weiter aus. Zwei neue Busse werden mit Wasserstofftank und Brennstoffzelle ausgerüstet und benötigen so keine Ladung am Stromnetz. Daher können sie flexibel auf allen, auch längeren Linien eingesetzt werden. Mit den schon vorhandenen E-Bussen schaffen die Stadtwerke eine Elektrobuslinie, die besonders touristisch geprägt ist, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke: „Sie verbindet Hauptbahnhof und Prinzipalmarkt mit der ‚grünen Lunge Münsters‘, dem Aasee. An der Endhaltestelle liegen mit Allwetterzoo, LWL-Naturkundemuseum und Mühlenhof zudem gleich drei wichtige Ziele für Einwohner und Besucher der Stadt.“ Als Energieversorger achten die Stadtwerke besonders darauf, mit welchem Strom die Busse geladen werden: „Wir verwenden für die Ladung der Batterien ausschließlich unseren Ökostrom Münster:natürlich. So sind die Busse völlig ohne Schadstoffausstoß unterwegs“, sagt Dr. Henning Müller-Tengelmann. Gefördert wird das Elektrobus-Projekt in Münster sowohl im Forschungsprojekt „Schnellladesysteme für Elektrobusse im ÖPNV“ (SEB) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als auch im Projekt „Zero Emission Urban Bus System“ von der Europäischen Union.

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