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Am Zentralen Omnibusbahnhof in München sollen bis Ende 2026 vier öffentliche Ladesäulen entstehen. Foto: DaimlerBuses; Montage: omnibus.news

Daimler Buses baut sein eigenes Ladenetz für Elektrobusse weiter aus: Am Zentralen Omnibusbahnhof in München sollen bis Ende 2026 vier öffentliche Ladesäulen entstehen. Das Unternehmen hat dafür mit dem Real-Asset- und Investment-Manager Wealthcap, als Eigentümervertreterin des ZOB in München, einen Vertrag geschlossen. Daimler Buses hat bereits im Oktober 2025 erste öffentliche Elektrobus-Ladesäulen im Rahmen eines Pilotprojekts mit der Stadt Köln angekündigt.

Ziel ist es, weitere Ladepunkte an hochfrequentierten touristischen Standorten in Europa aufzubauen. Die Umsetzung erfolgt über die Daimler Buses Solutions GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Daimler Buses. Steffen Germ, CEO Daimler Buses Solutions: „E-Busse können am ZOB München genau dort laden, wo sie ohnehin halten. Der Fahrplan bleibt unverändert, die Ladezeit integriert sich nahtlos in die reguläre Standzeit. Das macht den Einsatz vollelektrischer Busse im Fern- und Überlandverkehr wesentlich einfacher.“

Daimler Buses will mit dem Aufbau eigener Ladesäulen dazu beitragen, die öffentliche Ladeinfrastruktur für seinen ersten elektrischen Überlandbus, den Mercedes-Benz eIntouro, weiter zu verbessern. Das Fahrzeug eignet sich neben Verbindungen zwischen Stadt und Land auch für kleinere Reisen – dem aktuell sinnvollsten Einsatzszenario für E‑Busse außerhalb des urbanen ÖPNV. Aus Sicht von Daimler Buses dauert der Aufbau der notwendigen öffentlichen Ladeinfrastruktur zu lange. Die eigenen Ladesäulen sollen einen wichtigen Impuls geben.

Die geplanten Ladesäulen am ZOB München bieten eine Leistung von bis zu 600 kW und ermöglichen damit sehr schnelles Laden. Busunternehmen sollen hier ihre E-Busse markenunabhängig mit grünem Strom aufladen können. Die ohnehin notwendigen Standzeiten der Busse am Busbahnhof – zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste, Ticketkontrolle oder Gepäckhandling – können künftig gleichzeitig zum Nachladen der Batterien genutzt werden. Damit entfallen für Busunternehmen zusätzliche Ladepausen oder Umwege.

Insgesamt sind vier Ladesäulen vorgesehen, zwei davon werden bereits im Laufe des Jahres 2026 realisiert. Die Bauarbeiten im zweiten Quartal 2026 umfassen Tiefbauarbeiten, die Verlegung von Starkstromkabeln, die Installation des Transformators sowie das Setzen der Ladesäulenfundamente. Die Inbetriebnahme soll noch 2026 erfolgen. Die Daimler Buses Solutions GmbH arbeitet bei den Baumaßnahmen eng mit erfahrenen Unternehmen zusammen. Das Tochterunternehmen finanziert die Ladesäulen sowie den Betrieb selbst.

Die Refinanzierung erfolgt über den Verkauf des Stroms. Nach der Inbetriebnahme übernimmt die Daimler Buses Solutions mit einem eigenen Serviceteam die Wartung und den technischen Betrieb. Grundstückseigentümer profitieren so von einer Ladeinfrastruktur aus einer Hand – ganz ohne eigene Investitionen oder größeren Aufwand. Daimler Buses liefert in Zusammenarbeit mit den Experten der Daimler Buses Solutions GmbH und weiteren Partnern auf Wunsch das gesamte eMobilitäts-Ökosystem unter der Submarke Omniplus Charge schlüsselfertig aus einer Hand.(DaimlerBuses/PM/Sr)

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