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Der erste Elektrobus Afrikas kommt aus Uganda. Foto: Kiira Motors Corporation.

Der erste Elektrobus Afrikas kommt aus Uganda. Foto: Kiira Motors Corporation.

Weltpremiere mit Staatsoberhaupt.

Weltpremiere mit Staatsoberhaupt Yoweri Museveni (im gelben Hemd). Foto: Kiira Motors Corporation

Nicht eine europäische Metropole, sondern die ugandische Hauptstadt Kampala macht mit einem 9,1 m langen Elektrobus von sich reden. Der erste Elektrobus in Afrika ist in Betrieb gegangen! Der Kayoola Solar Bus wurde von der staatlichen Kiira Motors Corporation (KMC) aus Kampala hergestellt. Der erste Prototyp aus bietet Platz für 35 Fahrgäste und wird mit der Sonne getankt: Zwei Batterien und Solarmodule auf dem Dach bilden den Antrieb des ugandischen Elektrobusses. Die erste Batterie – vor Fahrtbeginn mit der Kraft der Sonne geladen – wird nach Auskunft von Kiira Motors für den elektrischen Antrieb genutzt, die zweite Batterie ist mit den Solarmodulen verbunden und wird während der Fahrzeit durch die Sonne aufgetankt. Zwölf Solarmodule liefern 1,320 Watt, das sorgt für die entsprechende Reichweite – wobei das ja bekanntlich imme relativ ist. Ist die Energie der ersten Batterie mit einer Leistung von 70 kW/h nach 80 Kilometern verbraucht, fährt der Bus mit der Energie der zweiten Batterie weiter. Die hat aber nur noch eine Kapazität von 12 Kilometern, die dafür aber schon nach nur einer Stunde unter der Sonne Ugandas voll geladen ist. Stolz meldet der Hersteller auch, dass es im Vergleich zu einem klassischen Dieselbus auf einer Strecke von 100 Kilometern (dies entspricht der Ringroute um Kampala) eine Ersparnis von 63 Prozent geben solle – eine genaue Berechnung für diese Aussage wurde aber nicht vorgelegt. Noch ist es nur ein Prototyp, doch Allan Muhumuza, Vizepräsident von KMC, sieht schon eine Serienfertigung. Natürlich in Uganda und dann für den ganzen Kontinent, denn Afrika drohe in seinen Augen der Verkehrsinfarkt.  Unterstützung gibt es durch die Regierung, die bis 2040 in Uganda eine mittelständische Wirtschaft etablieren will. Außerdem hat man sich, wie viele andere Länder Afrikas mittlerweile auch, der Sonnenenergie verschrieben. Die Regierung sieht mit Blick auf die wachsende Mobilität eine eigene, wachsende Autoindustrie, die sich vor allem alternativen Antriebskonzepten widme. KMC hat mehr als vier Jahre am Elektrobus-Prototypen getüftelt, ein sechstelliger Betrag sei in das Projekt Kayoola Solar Bus geflossen. Das klingt fragwürdig, man muss aber wissen, dass die Idee aus einem universitären Projekt heraus geboren wurde. Die meisten Ingenieure von KMC sind Absolventen der Makerere-Universität. In zwei Jahren soll die Serienfertigung  des Elektrobusses starten, bis 2018 sei der Kayoola Solar Bus serienreif, verspricht KMC.

 

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