Daimler Trucks etabliert eine globale Organisation für e-Mobilität. Mit dabei natürlich auch ein Schulbus. Foto: Daimler

Daimler Trucks etabliert eine globale Organisation für e-Mobilität. Martin Daum, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Lkw und Busse: „Als Weltmarktführer wollen wir diese Position auch bei elektrischen Lkw und Bussen einnehmen. Wir haben schon früh begonnen, daran zu arbeiten und es ist unser Anspruch, hier in jedem relevanten Segment den Maßstab zu setzen. Mit der Gründung unserer neuen globalen E-Mobility Group maximieren wir die Wirksamkeit unserer Investitionen in diese strategische Schlüsseltechnologie. Damit können wir unseren Kunden künftig die besten Lösungen anbieten, egal ob bei Batterien, Ladesystemen oder beim Energie-Management.“ Daimler Trucks & Buses sieht in der e-Mobilität bei Nutzfahrzeugen einen entscheidenden Faktor, um als Innovationsführer die Transportbranche auf ihrem Weg in die emissionsfreie Zukunft anzuführen. Dabei gilt das Ziel: e-Mobilität muss wirtschaftlich sein – sowohl für die Kunden als auch für den Hersteller. Die E-Mobility Group (EMG) definiert künftig marken- und spartenübergreifend die Strategie für Elektro-Komponenten sowie komplette e-Fahrzeuge und erarbeitet – analog zur globalen Plattformstrategie konventioneller Aggregate und Antriebskomponenten – eine weltweit einheitliche Architektur. Die EMG ist global aufgestellt, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten funktionsübergreifend an diversen Standorten im weltweiten Netzwerk des Unternehmens, unter anderem in Portland, USA, Stuttgart, Deutschland und Kawasaki, Japan. Gesa Reimelt, derzeit Leiterin Produktprojekte Powertrain & eDrive bei Mercedes-Benz Pkw, übernimmt zum 01. Juli 2018 die Leitung dieser neuen weltweit operierenden Organisation bei Daimler Trucks & Buses. Sie berichtet in dieser Funktion an Dr. Frank Reintjes, Leiter Global Powertrain & Manufacturing Engineering bei Daimler Trucks. „Wir rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach Elektro-Lkw und Bussen. Dies bestätigen auch unsere Kunden. Nur wer sowohl bei konventionellen Antrieben als auch bei elektrischen Antrieben führend ist, kann wirtschaftlich und technologisch überzeugende Lösungen bieten. Bei konventionellen Antrieben profitieren wir seit jeher von unserer weltweiten Plattformstrategie. Diesen Ansatz übernehmen wir nun auch für den Bereich der e-Mobilität. Hierzu bauen wir die E-Mobility Group auf, in der unsere Experten aus allen Funktionen weltweit gemeinsam an den besten e-Antrieben arbeiten,“ so Dr. Frank Reintjes, im Bereichsvorstand von Daimler Trucks & Buses verantwortlich für Global Powertrain und Manufacturing Engineering. Und mit Blick auf den schulbus sollte Daimlers Ansinnen im wahrsten Sinne schnell Schule machen: Die nordamerikanische Daimler Tochter Thomas Built Buses hat im letzen Jahr einen vollelektrischen Schulbus für die Serienproduktion vorgestellt. Ab Anfang 2019 soll der „Saf-T-Liner C2 Electric Bus“ oder kurz „Jouley“ bis zu 81 Kinder in den USA zur Schule bringen – sicher, leise und lokal emissionsfrei. Die 160kWh Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern. Bei Bedarf sorgen zusätzliche Batterie-Module für eine größere Reichweite. Bei der Entwicklung des Saf-T-Liner C2 Electric Bus profitierte Thomas Built Buses maßgeblich vom Elektro Knowhow der Daimler AG. Im Oktober 1998 übernahm Freightliner, selbst seit 1981 Teil des damaligen noch DaimlerChrysler agierenden Konzerns, den Schulbushersteller. Zu diesem Zeitpunkt war ein neues Werk in High Point beinahe fertig gestellt. Als Bestandteil eines weltweit operierenden Konzerns boten sich für Thomas Built Buses neue Perspektiven. Mit einem Marktanteil von 38,7 Prozent ist Thomas Built Buses im Jahr 2017 führender Anbieter von Schulbussen in Nordamerika. Mit dem „Saf-T-Liner C2 Electric Bus“ wurde ein ganz neues Kapital angefangen, spannend, im wahrsten Sinne. Rüdiger Schreiber

Thomas Built Buses baut den ersten rein elektrischen Schulbus in Serie. Foto: Daimler

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