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PostAuto testet den ersten rein elektrischen Linienbus in einem dreijährigen Projekt. Foto: PostAuto

PostAuto in der Schweiz setzt in den nächsten Wochen in Interlaken das erste Elektro-PostAuto ein, das vollständig elektrisch fährt. Der Elektrobus wird dann im täglichen Linienverkehr in der Region Interlaken unterwegs sein. Beim Einsatz handelt es sich um ein dreijähriges Projekt. Zum Laden der Batterie verwendet PostAuto ausschliesslich erneuerbare Energie. PostAuto nimmt erstmals einen reinen Elektrobus in Betrieb, um ihn im fahrplanmässigen Linienverkehr einzusetzen. Das Elektropostauto wird künftig in der Region Interlaken unterwegs sein. Beim Fahrzeug handelt es sich um einen 12 Meter langen Maxibus der niederländischen Firma Ebusco. PostAuto mietet den Elektrobus, um ihn während drei Jahren zu testen. Ziel des Projekts ist es, Erfahrungen mit dem Hersteller und der benötigten Infrastruktur zu sammeln und zu prüfen, ob Elektrobusse für den Einsatz bei PostAuto geeignet sind. Im Fokus stehen dabei einerseits das Fahrverhalten auf topografisch abwechslungsreicher Strecke sowie die Reichweite der Batterie. PostAuto hat bereits tageweise Elektrobusse  getestet und setzte im letzten Winter erstmals zwei Elektropostautos in Saas-Fee ein, um Skisportler vom Busterminal und Parkhaus zur Talstation der Bergbahnen zu bringen. Auch andere Schweizer Transportunternehmen haben ähnliche Tests durchgeführt, die von unterschiedlicher Dauer waren. Nun will PostAuto jedoch ein elektrisch betriebenes Serienfahrzeug in den fahrplanmässigen Linienbetrieb integrieren und mit dem Elektropostauto auch Überlandstrecken befahren, ohne unterwegs die Batterie aufzuladen. Geplant ist ein Einsatz auf den Linien von Interlaken nach Bönigen und Ringgenberg, wobei vorgesehen ist, die Batterie nur in der Garage (vor allem über Nacht) aufzuladen. Das Fahrzeug wird rein elektrisch unterwegs sein, auch Heizung und Klimaanlage werden über die Batterie betrieben. Für die Stromversorgung ist PostAuto eine Partnerschaft mit den Industriellen Betrieben Interlaken (IBI) eingegangen. Die IBI liefern ausschliesslich erneuerbare Energie zum Laden der Batterien. Es handelt sich um «Bödeli Grünstrom», für welchen 10% aus lokalen Photovoltaikanlagen, 10% aus lokaler Wasserkraft und der Rest aus umweltfreundlicher Wasserkraft aus der Schweiz verwendet werden. Fahrgäste und Anwohner von PostAuto-Linien werden vom Elektropostauto gleichermassen profitieren, ist das Fahrzeug doch emissionsfrei und in ruhiger Fahrweise unterwegs. PostAuto testet laufend alternative Antriebsformen. Wertvolle Erfahrungen hat das Transportunternehmen bereits mit Diesel-Hybridpostautos gesammelt, von denen im ganzen Land mittlerweile über 40 im Einsatz sind, darunter vier in Interlaken. Während 5 Jahren betrieb PostAuto zudem in Brugg eine eigene Wasserstofftankstelle, um fünf Brennstoffzellenpostautos mit Energie zu versorgen. Die Fahrzeuge fuhren im täglichen Linienbetrieb der Region Brugg. Das Projekt war ein Erfolg und es wurde Anfang 2017 fristgerecht abgeschlossen. Die einzelnen Projekte passen zur Strategie von PostAuto, will das Unternehmen doch mittelfristig die CO2-Effizienz erhöhen und langfristig von fossilen Treibstoffen wegkommen.

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