Neu auf dem nordamerikanischen E-Bus-Markt: Der Electrip von Letenda mit Antriebskomponenten von Cummins. Foto: Letenda

Der Letenda Electrip bietet Platz für 45 Fahrgäste, wandhängende Sitze und ein durchgehend niederfluriger sowie beheizter Boden inklusive. Foto: Letenda

Letenda hat mit dem Elektrobus namens Electrip das erste Fahrzeug einer neuen Generation von Midi-Elektrobussen vorgestellt. Der Electrip kööne auch unter winterlichen Bedingungen problemlos eingesetzt werden, Letenda als kanadische Firma kennt die Rahmenbedingungen und kann entsprechende Zusagen machen – konkrete Angaben zur Reichweite gibt es aber in diesem Zusammenhang nicht. Dafür verweisen die Kanadier auf die Fußbodenheizung, mit der der Electrip ausgestattet sein wird.

Die Meldung über den neuen Elektrobus hat aber nicht Letenda in Europa kommuniziert, sondern Cummins. Gründe dafür sind schnell gefunden: Die Kanadier haben den europäischen Markt nicht im Visier und den Electrip speziell für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Cummins hingegen ist in Europa bekannt und meldet im Zusammenhang mit dem Electrip, dass der Bus die komplette elektrifizierte Antriebsstranglösung von Cummins, einschließlich der Antriebsstrangsteuerung, nutze.

Drei Batteriepakete mit einer Kapazität von 222 kWh, den Antriebsmotor, die Leistungselektronik, die Ladesteuerung und die Konnektivitätssysteme stammen auch von Cummins. Bis zu 45 Fahrgäste (24 davon sitzend) kann die Linien-Ausführung des jetzt vorgestellten rund neun Meter langen Electrip aufnehmen. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste gibt es auch Platz an Bord, bis zu sechs Rollstühle können an Bord kommen.

“Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Cummins, mit dem wir die gleichen Werte wie Innovation und Nachhaltigkeit teilen”, sagte Nicolas Letendre, Präsident von Letenda. Amy Davis, Vice President und President of New Power bei Cummins, sagte: “Letenda hat seinen Bus von Grund auf für die Elektrifizierung konzipiert, was sowohl für uns als auch für unsere Kunden sehr interessant ist. Diese Demonstration erweitert die batterieelektrischen Lösungen von Cummins auf kleinere Transitbusanwendungen, die den Gemeinden helfen können, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.”

Cummins und Letenda werden diese Zusammenarbeit in Zukunft weiter ausbauen, da Letenda die Vermarktung seines emissionsfreien Transitbusses in Kanada und den Vereinigten Staaten plant. Dabei dürfte der modulare Alu-Aufbau ein Vorteil sein, optional ist auch schon ein viertes Batteriepaket und dann eine Akku-Kapazität von 296 kWh bim Gespräch. Zum Einsatz kommen Batteriezellen mit NMC-Chemie, die mit bis zu 150 kW (DC-Schnellladung und Plug-in-Ladung) geladen werden können.

Welche Ausführungen dem jetzt vorgestellten Linienbus folgen werden, ist nicht bekannt. Aktuell werben die Kanadier damit, dass diese Gefäßgröße den öffentlichen Personennahverkehr aufgrund seiner Gefäßgröße bereichern werde. Pfiffig ist ein technisches Detail: Die Hinterräder können in entgegengesetzte Richtung zu den Vorderrädern gelenkt werden, sodass der Wendekreis verkleinert und das Manövrieren erleichtert wird. Außerdem kann die Technik die Hinterräder in die gleiche Richtung stellen wie die Vorderräder, was die Manövrierfähigkeit verbessert und besonders das Anfahren der Haltestellen erleichtert. (Cummins/Letenda/PM/omnibus.news/Sr)

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