Abstand halten gilt in Zeiten von Corona auch während einer Pressekonferenz. Foto: Solaris

In Wien für zwei Wochen im Testeinsatz: Der Urbino 12 hydrogen von Solaris. Foto: Solaris

In Zeiten der Corona-Pandemie gilt mitunter: Einfach ausprobieren! Auch bei Pressekonferenzen, wenn es sie denn gibt, ist das Abstandhalten das Gebot der Stunde. Mitunter auch zum Objekt der Begierde, wie das Foto bei der Vorstellung des Solaris Urbino 12 hydrogen aus Wien zeigt. Der polnische Wasserstoffbus setzt seine Testrunde durch Europa fort. Nach  polnischen, deutschen und italienischen Städten wurde das Fahrzeug nun in Wien vorgestellt. Die Wiener Linien nahmen einen Solaris-Wasserstoffbus als Testfahrzeug in ihre Flotte auf, er wird bis zum 12. Juni erprobt. Das neuste Produkt von Solaris erfreut sich eines regen Kundeninteresses. Seit seiner Premiere im Juni letzten Jahres sicherte sich Solaris Aufträge aus den Niederlanden, Deutschland und Italien über insgesamt 57 Fahrzeuge. Die ersten davon werden nach Bozen, Köln und Wuppertal noch in diesem Jahr ausgeliefert. „Mit dem Testbetrieb des Wasserstoffbusses Solaris Urbino 12 hydrogen geben die Wiener Linien einmal mehr als Vorreiter den Weg in eine noch umweltfreundlichere Öffi-Zukunft vor. Wir freuen uns, dass wir mit Solaris für diesen für uns alle so wichtigen Meilenstein einen europaweit anerkannten Branchenexperten mit an Bord haben. Gemeinsam werden wir die Weiterentwicklung von H2-Bussen vorantreiben, denn die Anforderungen an die Fahrzeuge im Wiener Linienbetrieb sind enorm“, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien. „Wien ist Vorreiter im Bereich Elektromobilität im ÖPNV und eine der ersten europäischen Hauptstädte, die Elektrobusse in regulären Betrieb genommen hat. Die Wiener Linien investieren kontinuierlich in emissionsfreie Lösungen. Ich freue mich daher riesig, heute in Wien unseren Solaris Urbino 12 hydrogen präsentieren zu dürfen“, so Petros Spinaris, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Solaris Bus & Coach S.A. Immer mehr europäische Städte streben danach, ihren öffentlichen Personennahverkehr möglichst umweltfreundlich zu gestalten. Solaris kommt diesen Erwartungen entgegen und erweitert sein Angebot an emissionsarmen- und freien Fahrzeugen um einen wasserstoffbetriebenen Bus. Die einzigen „Nebenprodukte” des Betriebs des Busses Urbino 12 hydrogen sind Wärme und Wasserdampf, was ihn zu einem der umweltfreundlichsten Fahrzeuge auf dem Markt macht. Die Wasserstoffbusse von Solaris besitzen ein Brennstoffzellen-Modul mit einer Leistung von 70 kW. Der Wasserstoff wird gasförmig in fünf Behältern der neuen Generation gespeichert, die auf dem Dach des Fahrzeugs angeordnet sind. Der Satz von Tanks des Typs 4 aus Verbundstoff (der letzten auf dem Markt verfügbaren Generation), die längsseits über der ersten Achse angeordnet wurden, besitzt ein Volumen von 1560 l. Die den Bus antreibende Energie entsteht in der Brennstoffzelle, in die der Wasserstoff aus den auf dem Dach platzierten Flaschen geliefert wird. Der Wasserstoff wird in elektrische Energie umgewandelt, die wiederum direkt in die Antriebseinheit des Busses eingespeist wird, d. h. in die Achse mit Elektromotoren. Der Bus ist darüber hinaus mit einer Solaris High Power-Batterie ausgerüstet, die als ein zusätzlicher Energiespeicher dient. Die einzigen Nebenprodukte, die während des Betriebs von Solaris Urbino 12 hydrogen entstehen, sind Wärme und Wasserdampf. Die Fahrzeuge emittieren somit absolut keine Schadstoffe. Das Unternehmen Solaris ist in Österreich seit 2003 vertreten und mittlerweile lieferte es dorthin fast 400 Busse in 40 Städte. 53 davon verkehren in der Stadt Wien und ihrer Umgebung, darunter auch auf speziellen Linien, die Fahrgäste zum größten Flughafen Österreichs bringen. (Solaris/WienerLinien/PM/Schreiber)

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